Lebensaufgabe Ginseng-Rettung

Vietnamese hortet die Heilwurzel

Foto: epa/Jeon Heon-kyun
Foto: epa/Jeon Heon-kyun

NGOC LINH (dpa) - Ngoc Linh-Ginseng wächst hauptsächlich auf dem gleichnamigen Berg im Hochland Vietnams. Dort versucht Tran Hoan mit seiner Ginseng-Plantage die seltene Heilpflanze vor dem Aussterben zu retten. Dabei lässt er sich ein gutes Geschäft entgehen.

Der Ginseng Panax vietnamensis gedeiht in den Wäldern auf mehr als 2.500 Metern Höhe. Ärzte setzen sie zur Stärkung des Immunsystems ein. Starke Nachfrage hat die vietnamesische Unterart der nicht nur in der chinesischen Medizin beliebten Heilwurzel an den Rand des Aussterbens gebracht. Ein Kilogramm kann bis zu umgerechnet 4.300 Euro kosten.

Doch Hoan verkauft nicht: «Mir wird oft gesagt, dass ich ein komischer Geschäftsmann sei. Ich verkaufe nicht, auch wenn der Preis sehr hoch ist.» Er möchte erst eine nachhaltige Produktion aufbauen und dann Ginseng erschwinglich machen. «Wenn ich die Wurzeln ausreiße, um sie zu verkaufen, dann kann ich den Anbau nicht vergrößern.»

Derzeit wachsen etwa 8 Millionen Ginsengpflanzen auf 400 Hektar Wald. Das Ziel des Ginseng-Unternehmers sind mehr als zehnmal so große Flächen. Dabei schützt er noch ganz nebenbei den unberührten Urwald: Denn nur unter dem schattigen Blätterdach wächst die Heilpflanze so richtig gut, erklärt Ginseng-Experte Tran Cong Luan.

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