Lawinen abgesprengt - Warnungen in Innsbruck

Die Schneepause nutzten Einsatzkräfte um Lawinen abzusprengen, um nicht erreichbare Gebiete wieder zugänglich zu machen. Foto: epa/Christian Bruna
Die Schneepause nutzten Einsatzkräfte um Lawinen abzusprengen, um nicht erreichbare Gebiete wieder zugänglich zu machen. Foto: epa/Christian Bruna

GÖSTLING/SALZBURG/INNSBRUCK (dpa) - In Österreich haben die Einsatzkräfte die Schneepause genutzt und Lawinen von den Hängen abgesprengt. Dadurch kann etwa die Hochkar-Alpenstraße ins Skigebiet Hochkar wieder freigeräumt werden, wie der Bürgermeister von Göstling, Friedrich Fahrnberger, am Freitag erklärte.

Wann der Skibetrieb am Hochkar wieder aufgenommen werden kann, war zunächst aber nicht genau absehbar. Auch in der Steiermark konnten nach Erkundungstouren einige Straßen zumindest zeitweise wieder geöffnet werden. Entlang der Pyhrnautobahn (A9) und vieler anderer Straßen wurden Bäume vorsorglich mit Hilfe des Rotorenwinds von Hubschraubern von Schnee befreit.

In der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck rückt derweil die Lawinengefahr an der Nordkette immer weiter in den Fokus. In den kritischen Gebieten liegen durch Schneefälle und Verwehungen 4 bis 6,5 Meter Neuschnee, teilte das Land mit. Größere Lawinen seien bisher nicht abgegangen, größere Sprengungen aber auch nicht möglich. Die Lage sei aber nicht dramatisch, sagte Elmar Rizzoli, Amtsvorstand für Allgemeine Sicherheit, laut Mitteilung.

Für drei Stadtteile wurden Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet, die Bewohner in einigen Lawinengefahrenzonen sollen die Türen und Fenster geschlossen halten und unnötige Aufenthalte im Freien in den betroffenen Zonen vermeiden. Mögliche Lawinen würden zwar die Stadtteile nicht unmittelbar bedrohen, sagte Rizzoli. Deren Ausläufer, das heißt eine schwache Druckwelle oder eine Schneewolke, könnten aber sehr wohl bis in bewohnte Gebiete vordringen.

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