Alternative Nobelpreise überreicht

​«Lasst uns Aktivismus feiern»

Feier zum Right Livelihood Award in Schweden. Foto: epa/Sören Andersson
Feier zum Right Livelihood Award in Schweden. Foto: epa/Sören Andersson

STOCKHOLM: Vier Vorkämpfer für Menschenrechte, das Klima und die Umwelt sind in Stockholm mit den diesjährigen Alternativen Nobelpreisen ausgezeichnet worden. Alle vier Preisträgerinnen und Preisträger des Right Livelihood Awards nahmen die Auszeichnungen am Mittwochabend persönlich in der schwedischen Hauptstadt entgegen.

Zu ihnen zählen in diesem Jahr die Juristin Marthe Wandou aus Kamerun, der russische Umweltschützer Wladimir Sliwjak, die in Kanada für die Rechte von Ureinwohnern kämpfende Freda Huson sowie die in Indien ansässige Legal Initiative for Forest and Environment (Life).

Die Preisträger hatte die Right-Livelihood-Stiftung bereits Ende September bekanntgegeben. Wandou, Sliwjak, Huson und Life wurden für ihren jeweiligen Einsatz für Frauen- und Mädchenrechte, den Klima- und Umweltschutz sowie die Rechte von Ureinwohnern ausgezeichnet. Sie seien unerschrockene Mobilisierer, die zeigten, was Graswurzelbewegungen bewirken könnten, hatte Stiftungsdirektor Ole von Uexküll bei der Preisbekanntgabe gesagt.

Die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer würdigte Sliwjak in ihrer Laudatio in Stockholm als jemanden, der unter schwierigsten Umständen für soziale und Klimagerechtigkeit sowie gegen die Gewinnung von Kohle kämpfe, die unter anderem in deutschen Kraftwerken verbrannt werde. Sliwjak widmete den Preis allen Aktivisten in Russland, die unermüdlich für das Klima kämpften. Es sei derzeit vermutlich die schlechteste Zeit für Aktivismus in Russland. «Dies ist die Zeit, in der die Welt Aktivismus wirklich braucht. Weil die Aktivisten die sind, die tatsächlich einen Unterschied machen», sagte er. «Lasst uns den Aktivismus weltweit feiern.»

Die spendenfinanzierten Right Livelihood Awards, die gemeinhin als Alternative Nobelpreise bezeichnet werden, sind mit je einer Million schwedischen Kronen (rund 98.000 Euro) dotiert. Zusätzlich erhalten die Geehrten langjährige Unterstützung durch die Stiftung. Die Preise stehen dabei in kritischer Distanz zu den eigentlichen Nobelpreisen.

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