Lange Haftstrafen für Mord an Karaoke-Girl

Foto: The Nation
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KHON KAEN: Das Provinzgericht verurteilte im Mordprozess um ein Karaoke-Girl am Donnerstag vier Angeklagte zu 23 bis 34 Jahren Gefängnis.

Preeyanuch Nonwangchai (25) und Kawita Rachada (26) wurden zu einer Haft von 34 Jahren und sechs Monaten Gefängnis, Apiwan Sattayabundit (29) zu 33 Jahren und neun Monaten und Wasin Namprom (22) zu 23 Jahren, vier Monaten und 20 Tagen verurteilt. Alle waren seit ihrer Verhaftung in Gewahrsam. Die fünfte, 22 Jahre alte Angeklagte Jidarat Pramkhun, die auf Kaution freigekommen war, wurde zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt, weil sie das gestohlene Telefon des Opfers zum Verkauf erhalten hatte.

Alle außer Jidarat müssen eine Entschädigung von 1,07 Millionen Baht an die Familie des Opfers zahlen sowie 100.000 Baht für die Beerdigung der 22-Jährigen. Die Leiche der Karaoke-Mitarbeiterin Warisara war am 26. Mai letzten Jahres in Khon Kaen in einem flachen Grab zerstückelt gefunden worden. Der Polizei zufolge wollte Preeyanuch Warisara nur eine Lektion erteilen, nachdem diese Informationen weitergegeben hatte, die zu Preeyanuchs Festnahme wegen Drogendelikten führten. Doch dann lief das Geschehen aus dem Ruder, beide Frauen schlugen nach Mitternacht am 23. Mai aufeinander ein. Das Karaoke-Girl wurde erstickt. Alle Parteien haben 30 Tage Zeit, in die Berufung zu gehen.

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Leserkommentare

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Klaus Maier 12.05.18 15:31
ich warte
auf die kommentare die sonst immer die todesstrafe fordern, oder gilt diese nur bei ausländern
Prof. Dr. Dr. Ulm 11.05.18 17:42
Wie bitte können die Frauen die Entschädigung in Höhe von 1,07 Millionen Baht bezahlen? Sie sitzen hinter Gittern ? Vor allem war es das wert? Mord wegen so einem Schwachsinn?! Naja viel Zeit zum nachdenken haben sie ja jetzt! Nur das werden und können sie nicht! Alles andere ist schuld !!!
Ingo Kerp 11.05.18 17:41
Ungewoehnlicher Mordfall, an dem insgesamt 4 junge Frauen beteiligt sind. Wie auch immer die evtl. Berufung ausgehen wird, Gefängnis wird sicherlich am Ende feststehen. Ob die vom Gericht angeordneten Zahlungen der einzelnen jungen Frau oder Familien an die Familie des Todesopfers zustande kommt, dürfte mit Fragezeichen versehen sein.