Landesgericht Innsbruck beschließt Auslieferung der Doping-Komplizen

Foto: wikimedia/De:montag
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INNSBRUCK (dpa) - Das Landesgericht Innsbruck hat am Montag die Auslieferung der beiden Komplizen des Erfurter Sportmediziners und Drahtziehers des Blutdoping-Netzwerkes Mark S. nach Deutschland beschlossen. Der Mann und die Frau waren bei der Anti-Doping-Razzia im österreichischen Seefeld während der Nordischen Skiweltmeisterschaften festgenommen worden.

Die Entscheidung des Gerichts ist rechtskräftig, die Frau legte allerdings Beschwerde gegen die Auslieferung ein, sagte der Sprecher des Landesgerichts, Andreas Stutter, der Nachrichtenagentur APA. Somit müsse sich nun das Oberlandesgericht Innsbruck mit dem Fall befassen, erklärte Stutter. Dies könnte einige Wochen dauern. Die Komplizin des Sportmediziners bleibt somit vorerst in Innsbruck in Haft. Der Mann soll, da er weder gegen die Verlängerung der Haft, noch gegen die Übergabe nach Deutschland Beschwerde eingelegt hatte, in den nächsten Tagen nach Deutschland ausgeliefert werden.

Wie der leitende Ermittler des österreichischen Bundeskriminalamtes, Dieter Csefan, am Montag in Wien erklärte, soll Marc S. am Dienstag und Mittwoch in München vernommen werden. Ob auch sein Komplize bis dahin ausgeliefert wird und vernommen werden kann, konnte die Staatsanwaltschaft München nicht bestätigen.

Bei den Razzien bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld und in Thüringen waren Ski-Langläufer und Hintermänner des Blutdoping-Skandals festgenommen worden.

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