Landbrückenprojekt soll beschleunigt werden

Grafik: The Thaiger
Grafik: The Thaiger

RANONG/CHUMPHON: Verkehrsminister Saksayam Chidchob will das Megaprojekt der südlichen Landbrücke, die den Golf von Thailand mit der Andamanensee verbinden soll, beschleunigen.

Nach einer Videokonferenz über das Projekt sagte der Minister, dass an beiden Enden der Landbrücke Häfen mit einer Tiefe von 16 Metern gebaut werden sollen, mit direktem Anschluss an das Eisenbahn- und Autobahnnetz des Landes. Die Häfen sollen sowohl für den Güter- als auch für den Personen- und Pipelinetransport errichtet werden. Für das Landbrückenprojekt werden die kürzesten Routen zwischen den Häfen gewählt.

Die Kriterien für die Auswahl der Hafenstandorte werden mit dem Port Planning Handbook, das von der United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) entwickelt wurde, und dem Masterplanungsprozess für Häfen auf der grünen Wiese von der World Association for Waterborne Transport Infrastructure übereinstimmen. Die Gebiete an den Häfen sollen als Sonderwirtschaftszonen entwickelt werden. Die Regierung prüft für die Häfen mehrere Standorte in Chumphon und Ranong. Das Landbrückenprojekt soll mit Partnern aus dem In- und Ausland realisiert werden.

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Oliver Harms 07.05.21 21:50
21400 Container auf dem Schiff...
Die sollen dann auf Strasse und Schiene transportiert werden und Be-und Entladung findet
in 16 Meter Flachwasser Häfen statt in die die großen Containerschiffe nicht mal mehr vollbeladen einlaufen können.
Wobei der Vorgang mehr als 48 Stunden in Anspruch nimmt nur um dann 12 Stunden später in
Lat Krabang-wie auf der Zeichnung zusehen-wieder von vorne zubeginnen mit be-und entladen,
wird wohl kaum ein Reeder oder Kunde diese Zusatzkosten+Zeitverlust mitmachen.
Wobei der Umweltschutz mit Sicherheit auf der strecke bleiben wird.
Was die Chinesen angeht,die wollen den Kanal haben und sind auch bereit diesen zu finanzieren.
Von der Einsparung her wäre dieser Kanal dann mit dem einstigen Kaiser Wilhelm Kanal und jetzigen Nord-Ostsee Kanal zu vergleichen.
Thomas Knauer 07.05.21 17:10
Ein schiffbarer Kanal wäre sicher eine Ersparnis an Zeit und Treibstoff auf dem Weg zwischen Europa, Indien und China. Es würde auch Singapur etwas ausbooten und die Straße von Malakka mit ihren Piraten müsste nicht mehr befahren werden. Als Geldgeber seh ich hier lediglich China, den größten Nutznießer des Projekts.
Ein entladen der Schiffe, Landtransport beladen usw seh ich als wirtschaftlich sinnloses Projekt
Mal abwarten
Thomas Wiegand 07.05.21 15:30
Als Betriebswirt hatte ich da gerne Zahlen
Im Falle eines Kanals sparen die Schiffe je wohl etwas Treibstoff durch die Verkürzung, sogar noch mehr von Indien nach Bangkok. Ist die Ersparnis und damit eine niedrigere an zu setzende Gebühr für die Durchfahrt hoch genug, um in sagen wir 50 Jahren "Licht" bei der Finanzierung zu sehen? - -
Sollte es mit 2 Häfen und Umladen realisiert werden, sehe ich da kaum Chancen, rein umfahrende Schiffe 'an zu locken', weil ich mit kaum vorstellen kann, dass so viele Container schneller entladen, verfrachtet und wieder geladen werden, als der 'Umweg' Zeit braucht. Hier werden wohl nur Ladungen mit Start/Ziel Bangkok Vorteile haben. - - Thailand soll sich da Partner suchen, die gerne gegen den Seidenstraßenbetreiber stand halten wollen und damit eine wichtige Unabhängigkeit schaffen können.
Beat Sigrist 07.05.21 13:40
Und tschüss schone Insel und Naturwelt
Vielleicht sollte man zuerst einmal von einer europäischen neutralen Firma eine Umweltstudie erstellen lassen. In dieser Gegend dort gibt es sehr viele ( noch) wunderschöne Inseln mit tollen Ferienorten wo man noch bedenkenlos im Meer baden kann und die Bewohner dort sind zu 100% auf Touristen angewiesen. Dieses Projekt zieht noch mehr Schiffe und auch Strassenverkehr in der ganzen Gegend an dort - und die ganze Natur wird wieder einmal von Menschenhand wegen ein paar Baht zerstört und verschmutzt. Oder bezahlt China einen so grossen Betrag an Trinkgeldern an, dass man da als Politiker in der richtigen Position wieder einmal so richtig seine Konten auffüllen kann (ich meine natürlich die Konten des Staates Thailand, wer etwas anderes denkt ist ein Schlingel,...smile. Ich bin kein grüner Fundi, aber ich verstehe nicht, warum man mit aller Gewalt die schöne Natur dort unten verdrecken und zerstören muss. Wenn es denn wirklich notwendig sein sollte, dann bitte nicht mit ausländischen Investoren oder gar Regierungen. Wer zahlt kassiert ab und befiehlt auch wie es funktionieren wird.
Rainer Hi. 07.05.21 12:20
Dieses absurde Projekt wird kuenstlich am Leben gehalten, damit jemand seine Nachtklubbesuche in Thonglor finanzieren kann.
Ingo Kerp 07.05.21 12:10
Eine Brücke (Landbrücke) oder ein Kanal? Der Kra Kanal soll eine Schiffahrtsverbindung werden. Warum nicht, Suez- und Panama-Kanal hat man ja auch geschafft, auch wenn F. de Lesseps nach erfolgreichem Bau des Suez-Kanals am Panama-Kanal gescheiter ist. Wer hat den gebaut? Die Amis.