La Nina: Keine großen Fluten wie 2011 erwartet

Foto: epa/Narong Sangnak
Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Trotz der von Meteorologen vorhergesagten intensiveren Regenfälle durch das La Nina-Phänomen in den kommenden Wochen sieht das Office of the National Water Resources (ONWR) keine Gefahr einer Wiederholung der verheerenden Überschwemmungen des Jahres 2011. Der Leiter des ONWR, Surasee Kittimonthon, betonte, dass die aktuellen Wetterberichte weniger Niederschlag als im Jahr der Katastrophe erwarten lassen.

Das Nationalkomitee für Wasserressourcen (NWRC) hat bereits proaktive Maßnahmen entwickelt und vom Kabinett am 4. Juni 2024 bestätigen lassen, um potenzielle Überschwemmungen effektiv abzuwehren. Diese Schritte sollen vor allem vor dem Höhepunkt der Regenzeit greifen. Eine Reihe von Wasserbewirtschaftungsprojekten, die die Wasserrückhaltekapazität des Landes verbessern sollen, wurden zudem am 7. Juni 2024 vom NWRC genehmigt. Diese sollen nicht nur in der kommenden Regenzeit, sondern auch in den trockeneren Monaten zur besseren Wassernutzung beitragen.

„Die Projekte müssen innerhalb von 120 Tagen nach der Budgetfreigabe abgeschlossen sein, einige Behörden werden die Mittel ab dem 12. Juli erhalten“, erklärte Surasee. Das ONWR arbeitet eng mit dem thailändischen Wetterdienst und dem Institut für Hydroinformatik zusammen, um eine Wiederholung der Ereignisse von 2011 zu verhindern. Damals führten fünf große Stürme innerhalb weniger Monate zu den schlimmsten Überschwemmungen in der jüngeren Geschichte Thailands.

Anfang dieses Jahres waren die Niederschläge unterdurchschnittlich, trotzdem rechnet man mit einer Zunahme der Regenfälle durch zwei bevorstehende Stürme. „Die Regierung ist heute besser vorbereitet“, so Surasee. Er verwies darauf, dass Bürokratieabbau die Umsetzung von Notfallplänen erleichtert hat. Im Vergleich zu 2011, als 48 Behörden in die Wasserbewirtschaftung involviert waren, was zu Ineffizienzen führte, seien die Strukturen heute deutlich gestrafft.

Im Krisenfall soll ein Zentrum für Wassermanagement eingerichtet werden, das verschiedene Behörden zusammenführt, um Überschwemmungen effektiv zu bekämpfen. Dieses Zentrum ist Teil der proaktiven Maßnahmen, die darauf abzielen, auf zukünftige Notfälle vorbereitet zu sein und die Auswirkungen von Naturkatastrophen zu minimieren.

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Titus 18.06.24 14:20
Zwischen Vorhersagen und Realität liegen Welten! Seit Tagen werden wir vor schweren Niederschlägen gewarnt. Eingetroffen ist kein Tropfen Regen! Ist es denn so schwer eine einigermaßen verbindliche Vorhersage der zu erwartenden Regenfälle zu ermitteln? Heute haben die Meteorologen wirklich genügend technische Hilfsmittel um sichergestellte Vorhersagen zu publizieren! So viele Fehlprognosen wie hier, habe ich in Europa nie erlebt.