Kurz lobt vor Washington-Trip US-Präsident Trump

Foto: epa/Franck Robichon
Foto: epa/Franck Robichon

WIEN (dpa) - Vor seinem Besuch im Weißen Haus hat der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz dem US-Präsidenten eine teils «sehr aktive und auch sehr erfolgreiche Außenpolitik» bescheinigt. «(Donald) Trumps Engagement für eine friedliche Lösung auf der koreanischen Halbinsel oder auch seine klare Unterstützung für Israel sehe ich sehr positiv», sagte Kurz der österreichischen Zeitung «Die Presse am Sonntag».

«Die USA haben jahrzehntelang vergeblich von ihren Nato-Partnern höhere Verteidigungsausgaben gefordert», sagte Kurz. Gewirkt hätten erst die Drohungen Trumps. «Das sehen wir als neutrales Land, das für Abrüstung eintritt, eher kritisch, aber es entspricht den selbstgesetzten Zielen der Nato», sagte der konservative Politiker. Das Treffen mit Trump ist für den kommenden Mittwoch geplant.

Bei manchen außenpolitischen Themen gebe es unterschiedliche Meinungen in Washington und Wien, sagte Kurz weiter. «So hält Österreich, anders als die USA, am Atomabkommen mit dem Iran fest, auch wenn uns das Raketenprogramm und die aggressive Regionalpolitik der Iraner nicht gefallen.»

Trump steht politisch den rechtskonservativen Kräften in Europa nahe und hat sich wiederholt positiv über diese geäußert. Mit seiner restriktiven Einwanderungspolitik liegt Kurz auf der Linie von Trump. Bei den Unterredungen im Weißen Haus soll es auch um Wirtschaftsfragen und Energiethemen gehen.

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Michael Meier 19.02.19 11:52
@ Jörg Obermeier
US-Kräfte sind in insgesamt sieben Ländern im Einsatz: Afghanistan, Irak, Pakistan, Somalia, Jemen, Libyen und Syrien. Nur in Afghanistan sind Soldaten mit einem offiziellen Mandat im Einsatz, 4 Kriege begannen vor Obamas Präsidentschaft .
Jürgen Franke 19.02.19 11:40
Herr Obermeier, ich habe keine Veranlassung,
mich hier zum Oberlehrer aufzuspielen. Offensichtlich sind Sie erst kurz im Forum, sonst wäre Ihnen längst der Name Dr. Ganser aufgefallen, den ich immer dann erwähne, wenn es um Kriegsverbrechen geht. Dort bekommen Sie alle Ihre Fragen, die mich übrigens sehr überrascht haben, beantwortet.
Joerg Obermeier 18.02.19 21:19
@ Herr Franke
Welche 6 Kriege soll Obama denn geführt haben? Und welche Kriegstreiber wollten Trump in einen Krieg mit Nordkorea treiben?
KURT SCHIESSL 18.02.19 15:25
KURZ viel besser als abgeMERKELt
Ich als Österreicher bin natürlich sehr froh dass wir einen so jungen und aktiven Kanzler haben und keine abgeMERKELte Person. Er versucht die katastrophalen Fehler der Merkel in der Flüchtlingspolitik so gut es geht zu korrigieren und hat damit in Trump einen excellenten Partner.
Jürgen Franke 18.02.19 14:22
Wer der Redaktionsbericht nicht nur gelesen,
sondern auch verstanden hat, kann die Meinung von Kurz sicherlich teilen. Die Menschen, die inzwischen vergessen haben, dass Obama 6 Kriege ohne UN Mandant geführt haben, sehen Trump verständlicherweise mit anderen Augen. Die Kriegstreiber in den USA wollten seinerzeit Trump in den Krieg mit Nordkorea zwingen.