Kurz gefragt: Roland Hohmann

BANGKOK: Roland Hohmann ist im Ruhrgebiet geboren und über Berlin nach Bangkok gekommen. Ursprünglich führte den 34-Jährigen seine Leidenschaft zum Tauchen nach Thailand. In Bangkok arbeitete er für einige Zeit in der Marketingabteilung einer internationalen Schule und bekleidet seit eineinhalb Jahren das anspruchsvolle Amt des Expat-Managers am Bumrungrad International Hospital. DER FARANG befragte den Marketing-Profi zu den Höhepunkten der Expat-Messe „Living in Bangkok“. Durch das Interview führte Björn Jahner. 

Bitte beschreiben Sie Ihre Aufgaben im Bumrungrad International Hospital:

Ich bin sowohl für das Marketing als auch für die Beziehungen zur Expat-Gemeinde zuständig. Ich arbeite viel mit lokalen Gruppen verschiedens­ter Nationalitäten zusammen, einschließlich deutschsprachiger Gruppen. Zur Unterstützung der in Thailand lebenden Ausländer organisieren wir regelmäßig Informationsveranstaltungen zu medizinischen Themen und die Messe „Living in Bangkok“ als größte Veranstaltung.

Seit wann wird „Living in Bangkok“ veranstaltet?

„Living in Bangkok“ wurde in den 70er und 80er Jahren von mehreren Expats gegründet, die nach den Sommerferien aus ihren Heimatländern Waren des täglichen Bedarfs nach Bangkok mitbrachten, die zu der Zeit in Thailand nicht erhältlich waren. Gleichzeitig diente die Messe auch als Anlaufpunkt für neuangekommene Ausländer, um sich mit alteingesessenen Expats auszutauschen, Orientierungen und Hilfestellungen zu erhalten sowie ein soziales Netzwerk und Freundschaften aufzubauen. Nachdem das Gemeindezentrum, das anfangs als Veranstaltungsort diente, einem Bauprojekt weichen musste, bot unser ehemaliger CEO Curtis Schroeder an, die Messe einmal im Jahr im Bumrungrad-Krankenhaus abzuhalten. Seitdem ist die Messe enorm gewachsen und empfängt heute im Durchschnitt 3.000 Besucher.

An welche Zielgruppe richtet sich die Messe?

Vor allem an Neuankömmlinge, die Unterstützung bei der Orientierung in der neuen Heimat benötigen. Viele unserer Besucher sind Menschen, die erst in den vergangenen Monaten nach Bangkok gezogen sind. Sie nutzen die Chance, sich an einem Ort über die Angebotsvielfalt für Expats zu informieren sowie in persönlichen Kontakt mit Gruppen und Organisationen zu treten. Daneben verzeichnen wir aber auch viele Stammbesucher, die jedes Jahr wiederkommen. Sie nutzen die Messe, um sich zu informieren, was es Neues in der Stadt gibt oder eben auch, um sich mit neuen und ansässigen Expats auszutauschen.

Wie entstand das diesjährige Motto „Gesund und aktiv in Bangkok“?

Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie einschneidend ein Umzug in eine fremde Stadt und Kultur sein kann. Viele Dinge müssen neu organisiert werden. Alltägliches erscheint in der ungewohnten Umgebung verwirrend und nimmt viel Zeit in Anspruch. Bei vielen bleibt dann einfach keine Zeit mehr für sportliche Freizeitaktivitäten. Auch erscheinen vielen Neuankömmlingen die Begebenheiten in Bangkok völlig fremd. Es ist nicht leicht he­rauszufinden, ob und wo man gewohnte sportliche Betätigungen wie zum Beispiel Joggen nachgehen kann. „Living in Bangkok“ informiert, wie man Sport dazu nutzen kann, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Auch langjährigen Expats werden auf der Messe neue Möglichkeiten für ein aktives Leben aufgezeigt, die sie in ihrem Alltag schnell übersehen.

Welche Programm-Höhepunkte erwarten die Besucher?

Auf der diesjährigen Messe präsentieren sich viele Aussteller, die über Angebote für ein aktives Leben informieren. Spaß und Ausprobieren stehen im Vordergrund und da Essen ebenso zu einem gesunden Leben dazugehört, darf man sich auf allerlei Kostproben freuen. Das Bühnenprogramm wird mit viel Musik und Kochshows für Unterhaltung sorgen, verschiedene Acts laden zum Mitmachen ein, zum Beispiel beim Zumba, oder Tai-Chi. Zudem haben wir das große Glück von tollen Sponsoren unterstützt zu werden, die über ihre Dienstleistungen wie Finanzen, Lernen, Essen und Versicherungen informieren werden.

War die Planung nicht ein enormer Organisationsaufwand?

Die Planung nimmt immer mehrere Monate in Anspruch und besonders die letzten Wochen vor der Veranstaltung sind extrem arbeitsintensiv. Doch umso schöner ist das Gefühl, wenn es dann endlich soweit ist und die positiven Rückmeldungen bestätigen, dass sich die harte Arbeit ausgezahlt hat. 

Wie kommt es, dass ein Krankenhaus die Messe ausrichtet?

In der Tat scheint dies viele Menschen zu überraschen, was mich wiederum überrascht! In anderen Ländern spielen Krankenhäuser eine viel größere Rolle innerhalb der Gemeinde. Da das Bumrungrad International Hospital mit dem Ziel gegründet wurde, der Bevölkerung den Zugang zu erstklassiger medizinscher Versorgung zu gewährleisten, haben wir immer nahe mit der lokalen Community zusammengearbeitet. Da das Krankenhaus von einem ausländischen Management geleitet wird, liegt uns die Expat-Gemeinde natürlich sehr am Herzen.

Welche weiteren Veranstaltungen finden im Bumrungrad-Krankenhaus statt?

Am 26. September organisieren wir den „Bringing Up Baby First Aid Workshop“, in dem junge Eltern über Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Säuglingen informiert werden und am 10. Oktober erfolgt eine Veranstaltung über gesunde Körperhaltung, Rücken und Muskulatur. Am 12. Dezember richten wir zudem die „Bringing Up Baby Christmas Party“ aus.

Ihre Worte an unsere Leserschaft:

Bangkok kann nicht nur für Neuankömmlinge überwältigend wirken. Besuchen Sie „Living in Bangkok“ und erleben Sie einen interessanten Tag. Sie werden sehen, dass es in Bangkok viel zu entdecken gibt, das hilft, ein gesundes und aktives Leben zu führen.  

Weitere Infos zum Messeprogramm und den teilnehmenden Ausstellern gibt es hier!

 33 Sukhumvit Road Soi 3

Bangkok 10110

Tel.: 02-667.1000

infogerman@bumrungrad.com

www.bumrungrad.com

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