Kurz gefragt - Eveline Willi

CHIANG MAI: Die in Chiang Mai ansässige Swiss Lanna Society (SLS) hat eine neue Präsidentin. Für die Geschicke des Clubs ist ab sofort Eveline Willi verantwortlich. Sie tritt damit in die Fußstapfen von Gründungspräsident Andy Mannhart. Ihre Liebe für fremde Kulturen und Sprachen entdeckte sie schon früh. Während ihrer kaufmännischen Ausbildung absolvierte sie die High School in Amerika und begleitete ihren Mann an viele Orte in Europa und Asien. Zusammen mit ihrer Familie und den zwei Söhnen verbrachte sie über 13 Jahre in Asien. DER FARANG stellt seiner Leserschaft die neue Präsidentin des Schweizer Clubs näher vor.

Sehr geehrte Frau Willi, was hat Sie nach Thailand geführt?

Wir verliebten uns während unseren 5 Jahren in Bangkok in den 90er Jahren in das Land des Lächelns und planten, uns hier so bald wie möglich fest niederzulassen. Seit 2010 leben wir in Chiang Mai und fühlen uns hier zuhause.

Was fasziniert Sie an Thailand im Allgemeinen und an Chiang Mai im Besonderen?

Es gibt viele Aspekte, die uns hier gefallen. Als erstes faszinieren uns die Menschen und ihre Mentalität. Natürlich ist auch das Klima und das feine Essen ein schönes Plus. Wir reisen gerne und sind immer wieder begeistert. Chiang Mai bietet uns sehr viel. Es gibt hier so ziemlich alles, was wir brauchen und wünschen. Das Klima ist angenehm und der Norden für Ausflüge sehr attraktiv.

Gibt es auch etwas, was Sie in Thailand stört?

Ja sicher, alles hat zwei Seiten. Die „mai pen rai“-Mentalität ist zum Beispiel nicht immer nur positiv, aber das gehört halt einfach zum Paket. Sehr vieles gefällt uns und das Negative nehmen wir in Kauf.

Wie leben Sie in Chiang Mai?

Nach unserem Start mitten in der Stadt haben wir uns entschieden, etwas außerhalb ein Haus zu bauen, nahe den Bergen in einem ruhigen Quartier. Wir fühlen uns in unserem Heim rundum wohl und haben den Entscheid nie bereut.

Welche Fähigkeiten muss man vorweisen können, um für Präsidenten-Amt der SLS zu kandidieren?

Während der letzten vier Jahre habe ich die Events organisiert und mitgeholfen, den Verein aufzubauen. Ich bin in Chiang Mai sehr gut vernetzt, mit Schweizern wie auch mit anderen Ausländern und Thais, was uns als Verein immer wieder hilft. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich zusätzlich im Chiang Mai Expats Club (über 1.000 Mitglieder) im Vorstand bin, wo sich nützliche Synergien ergeben. Ich denke, man muss die Mitglieder inspirieren können und Freude am Organisieren sowie am Umgang mit Menschen haben.

Welche Aufgaben übernehmen Sie?

In erster Linie übernehme ich natürlich die Leitung der SLS und entwickle die Vision weiter. Ich kann mich dabei auf die Mitarbeit eines engagierten Vorstands stützen. Zusätzlich betreue ich weiterhin die Sponsoren. Seit diesem Jahr haben wir eine Member Card, mit der unsere Mitglieder von speziellen Angeboten unserer Sponsoren profitieren können, was eine intensive Zusammenarbeit mit diesen erfordert. Daneben bin ich verantwortlich für die Wohltätigkeitsprojekte. Und mindestens einmal im Jahr organisiere ich zusammen mit meinem Mann eine Reise für unsere Mitglieder, an der jeweils 25 bis 30 Personen teilnehmen. Im diesem Jahr ist eine fünftägige Reise nach Ayutthaya, Kanchanaburi und Phitsanulok geplant.

Was ist das Schöne an dieser ehrenamtlichen Tätigkeit?

Bei der Gründung 2012 war uns wichtig, Schweizern die Möglichkeit zu bieten sich mit Landsleuten auszutauschen und ein Netzwerk zu schaffen. Es ist wunderschön zu sehen, dass dieses Ziel erreicht ist. Wir haben sehr aktive Mitglieder, die es schätzen, dass wir immer wieder neue Ideen realisieren. Gleichzeitig sind die Mitglieder selbst sehr aktiv und einige zeichnen verantwortlich für einen KiK (Klub im Klub), wo ganz verschiedene Interessen in kleineren Gruppen gepflegt werden.

Wie viele Mitglieder zählt die SLS und wie setzt sie sich zusammen?

Die Mehrzahl unserer über 200 Mitglieder ist pensioniert oder frühpensioniert und der Altersdurchschnitt liegt bei gut 60 Jahren. Es freut uns aber sehr, dass wir immer mehr auch junge Mitglieder haben, die hier in Chiang Mai und der Umgebung arbeiten. Zudem haben wir auch eine Anzahl an Mitgliedern, die in der Schweiz wohnen und uns einfach unterstützen wollen.

Wie finanziert sich die SLS?

Die Mitglieder und Sponsoren bezahlen einen Jahresbeitrag. Die Anlässe werden oft für die Mitglieder vom Verein subventioniert. Wer an zwei bis drei Anlässen teilnimmt, hat so den Jahresbeitrag wieder eingespart. Wir organisieren Anlässe in den verschiedensten Preislagen.

Werden Sie alles über den Haufen werfen oder an Bewährtes anknüpfen?

Da ich vom Gründungsgedanken der SLS zusammen mit meinem Mann und dem Ehepaar Mannhart mit dabei war, liegt mir dieser Verein sehr am Herzen Ich war in meiner Funktion maßgeblich an dessen Aufbau beteiligt. So kann ich mit meinem Team auf dem bisherigen Erfolg aufbauen. Die SLS ist immer in Bewegung und das soll auch so bleiben.

Welche Ziele verfolgen Sie?

Die ersten vier Jahre des Aufbaus waren sehr intensiv. Wir sind enorm schnell gewachsen. Nun gilt es auszuwerten, was unseren Mitgliedern wirklich gefällt, wo wir uns verbessern können. Es ist mir ein Anliegen, möglichst viele Mitglieder mit verschiedenen Interessen und finanziellen Mitteln anzusprechen. Niemand kommt an alle Anlässe, aber wer kommt soll Spaß haben. Die SLS hat in Chiang Mai ein hohes Ansehen als Verein und ich erachte es als wichtig, dass wir auch an Anlässen teilnehmen, die von Thais und anderen Ausländern besucht werden. Der Startschuss dazu war zum Beispiel das „Balloon Festival“.

Auf welche Höhepunkte darf man sich in diesem Jahr freuen?

Einige Höhepunkte für dieses Vereinsjahr sind gesetzt, wie zum Beispiel die Nationalfeier, Samichhlaus, unsere Weihnachtsfeier und der Neujahrsbrunch. Gleichzeitig ist unsere Event-Managerin eifrig dabei, neue Ideen auszuarbeiten.

Wie erfolgt der Kontakt zu den anderen Schweizer Clubs im Land und der Schweizer Botschaft?

Unser Gründungspräsident, Andy Mannhart, hatte kurz nach der Gründung zu einem Präsidententreff eingeladen. Dieser Treff ist mittlerweile institutionalisiert und der Austausch wird sehr geschätzt. Auch die Beziehungen zur Schweizer Botschaft sind sehr gut. Wir schätzen es, als Vertretung der Schweizer in Nordthailand wahrgenommen zu werden.

Was tun Sie, wenn Sie sich mal nicht im Club engagieren?

Ich liebe es im Garten zu arbeiten, zu fotografieren, zu reisen und Kontakte zu pflegen.

Ihre Worte an die FARANG-Leserschaft:

Wir freuen uns, wenn wir Gäste begrüßen können. Für Mitglieder der anderen Schweizer Vereine in Thailand ist das speziell interessant, denn sie bezahlen den gleichen Eintrittspreis für Anlässe wie unsere eigenen Mitglieder. Informationen zu unseren Anlässen sind auf der Webseite www.swisslanna.com zu finden.

Für weitere Informationen zum neuen Vorstand und dem Clubjahr 2016 klicken Sie hier!

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