Kunstmuseum Den Haag zeigt schwedische Idylle von Impressionist Zorn

Ein Besucher betrachtet im Museum das Gemälde
Ein Besucher betrachtet im Museum das Gemälde "Der vermisste Salomon" des schwedischen impressionistischen Malers Anders Zorn. Foto: epa/Ulrich Perrey

DEN HAAG: Tanzende Paare in der Mittsommernacht oder nackte junge Frauen beim Sonnenbaden: Der schwedische Maler Anders Zorn (1869-1920) zeigte auf seinen Gemälden die schwedische Idylle. Anlässlich seines 100. Todestages in diesem Jahr präsentiert das Kunstmuseum in Den Haag erstmals eine Übersichtsausstellung des skandinavischen Impressionisten.

«Er war ein Chronist seiner Heimat und der traditionellen Lebensweise», teilte das Museum am Donnerstag bei der Präsentation der Schau mit. 150 Gemälde, Aquarelle und Radierungen sind ab Samstag (10.10.) zu sehen. Darunter auch zahlreiche Porträts. Zorn war zu Lebzeiten ein berühmter Porträtmaler des internationalen Jetsets.

Während der Maler in seiner schwedischen Heimat sehr bekannt ist, ist er im Rest von Europa weitgehend in Vergessenheit geraten. Dabei war er damals international erfolgreich. Der europäische Adel, berühmte Künstler und amerikanische Präsidenten zahlten hohe Beträge für Porträts von seiner Hand.

Zorn hatte nach dem Studium an der Stockholmer Kunstakademie Schweden verlassen und war durch Europa gereist. Er wohnte abwechselnd in London und Paris. Erst 1896 zog er endgültig zurück nach Schweden. Im Mittelpunkt seines Werkes standen dann Natur und volkstümliche Szenen seiner Heimat. Wie auch andere europäische Künstler um 1900 fürchtete Zorn den Verlust der traditionellen Kultur. Einen Namen machte er sich auch mit seinen impressionistischen Akten.

Die Ausstellung «Anders Zorn - Die schwedische Idylle» entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Nationalmuseum Stockholm und dem Zorn Museum in Mora, wo der Maler 1860 geboren wurde.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.