Kontakte zu USA auf «angemessenem Niveau»

​Aber sporadisch

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow spricht auf der Jahrespressekonferenz. Foto: epa/Maxim Shipenkov
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow spricht auf der Jahrespressekonferenz. Foto: epa/Maxim Shipenkov

MOSKAU: Die Kontakte zwischen Russland und den USA sind nach Darstellung des Kremls auf einem «angemessenem Niveau» - aber sporadisch. «Es gibt zwar Kanäle für den Dialog, aber die haben einen sporadischen Charakter», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag der Agentur Interfax zufolge in Moskau. Journalisten hatten Peskow demnach auf Äußerungen der US-Seite angesprochen, denen zufolge die beiden Länder angesichts von Befürchtungen über einen Einsatz Russlands von Atomwaffen in Kontakt stünden.

Die Kommunikationskanäle erlaubten es zumindest, der jeweils anderen Seite «außergewöhnliche Mitteilungen» über die jeweilige Position zur Kenntnis zu bringen, sagte Peskow.

Der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, hatte dem US-Sender CBS News am Sonntag gesagt, die US-Regierung habe dem Kreml «direkt, privat, auf sehr hoher Ebene» mitgeteilt, dass jeder Einsatz von Atomwaffen katastrophale Folgen für Russland haben werde. Russland sei auch gewarnt worden, dass die USA und ihre Verbündeten entschlossen reagieren würden.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Mittwoch die Mobilisierung von 300.000 Reservisten für den Angriffskrieg gegen die Ukraine angekündigt und dabei auch gesagt: «Wenn die territoriale Integrität unseres Landes bedroht wird, werden wir zum Schutz Russlands und unseres Volkes unbedingt alle zur Verfügung stehenden Mittel nutzen. Das ist kein Bluff.» Beobachter sahen darin eine Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen.

Der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow warf den USA einen «unverantwortlichen und «extrem aggressiven» Kurs vor, der «uns an eine gefährliche Linie bringt». Moskau habe den «amerikanischen Kollegen» mehrmals Warnsignale gesendet, sagte Rjabkow im russischen Staatsfernsehen. Telefon- und Botschaftskontakte sowie persönliche Briefe gebe es aber weiterhin.

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