Korruptionsvorwurf gegen Pattayas Polizei

Foto: The Nation
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PATTAYA: Thailands stellvertretender Polizeichef Pol. Gen. Surachate Hakparnordnete ordnete am Sonntag (3. Dezember 2023) eine Untersuchung der Vorwürfe aus einem TV-Bericht der Deutschen Welle (DW) an, dass ein deutscher Tourist eine Bestechung gezahlt hat, um einer Anklage wegen des Kaufs von Sex von einer Minderjährigen in Pattaya zu entgehen.

Die Vorwürfe wurden in einem DW-Bericht erhoben, wonach der Tourist am 11. September 2022 verhaftet wurde, nachdem er von den örtlichen Behörden bei einer verdeckten Operation erwischt worden war. Der Tourist wurde dann gegen Kaution freigelassen, aber die DW behauptete, dass er den verhaftenden Beamten ein Bestechungsgeld von 1 Million Baht gezahlt habe, um einer Anklage zu entgehen.

Pol. General Surachate sagte, dass er die Polizei von Pattaya angewiesen habe, die Vorwürfe zu untersuchen und Maßnahmen gegen alle Beamten zu ergreifen, die in Korruption verwickelt sind. Er sagte auch, dass er die Einwanderungsbehörde angewiesen hat, zu überprüfen, ob der Tourist Thailand wirklich verlassen hat, wie in dem Bericht behauptet.

Sollten sich die Anschuldigungen als wahr erweisen, wäre dies ein schwerwiegender Fall von Korruption und würde dem Ruf Thailands als Reiseziel schaden. Es würde auch Fragen über die Wirksamkeit der Bemühungen der thailändischen Regierung zur Bekämpfung des Sexhandels und des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen aufwerfen.

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Thailand Fan 05.12.23 18:40
Das Urteil wäre mit Sicherheit ein anderes gewesen, wenn es nicht nach JGG (Jugendgerichtsgesetz) ergangen wäre. Bei uns dürfen 16-Jährige saufen, mopedfahren, heiraten, wählen und und und, aber wenn sie Verbrechen begehen, fällt einem ein, dass sie ja noch viiiiiel zu jung sind, um sich der Tragweite ihrer Tat bewusst gewesen zu sein. Und das bis 21(!) Jahre.
Jörg LOHKAMP 05.12.23 16:50
" Vorläufiges Urteil "
Wenn, wie Oliver Harms ja berichtete, ein Vergewaltigungsurteil - in der letzten Woche - ergangen ist, so handelt es sich bisher doch lediglich um ein " vorläufiges Urteil ", es bleibt also abzuwarten ob von der Seite der zuständigen Staatsanwaltschaft nicht noch Rechtsmittel dagegen eingelegt werden. Wenn wie zu erwarten, das geschieht, geht die komplette Angelegenheit - vor der nächst höheren Instanz - weiter, ob dann dieses " Skandalurteil " immer noch Bestand haben wird, darf doch ernsthaft bezweifelt werden.

Darüber hinaus - sicher dürfte sein, der Anwalt des jetzt verurteilten Straftäters - wird mit Sicherheit gegen das ergangene Urteil Rechtsmittel einlegen, schon daher ist das Urteil noch nichts rechtskräftig sondern -vorläufig. Allgemein werden in Deutschland Urteile erst 4 Wochen - nach - schriftlicher Urteilsbegründung rechtskräftig. Warten wie es also ab wie DIESE Angelegenheit sich noch entwickelt.
michael von wob 05.12.23 13:10
@ Strotmann
Der korrekte Name ist d umme Welle !
Michael Strotmann 05.12.23 12:27
Die deutsche Welle ist nicht von den Zwangsgebühren finanziert, sondern extra aus dem Haushalt der BRD. Und ja, ich finde auch das die DW sehr links ist.
Oliver Harms 05.12.23 10:55
Sehr alt
Bevor die extrem linkslastige Zwangsgebühren finanzierte DW darüber berichtet hatte,war das Interview mit dem
Kinderschänder schon viral auf YT.
Interessant dabei ist aber,daß die deutschen Strafverfolgungsbehörden trotz dieses Geständnisse nicht tätig geworden waren.Ausserdem haben sich auch die Interviewer strafbar gemacht,da sie durch das Interview zu Mitwissern geworden sind.
Aber laut dem Justizminister Buschmann und diverser Richtern sind Sexualdelikte ja nicht mehr unbedingt mit Freiheitsstrafe zu verurteilen.Siehe Hamburg letzte Woche Gruppenvergewaltigung an einem Mädchen 15 Jahre
8x Freispruch einer eine Haftstrafe der hatte ihr das Handy und die Börse geklaut.
Und die Richterin hatte sich bei den Angeklagten entschuldigt für die Anklage........
Da ist mir die RTP lieber und anständiger als das was in DACHs Sicherheitsbehörden abgeht.
Jörg LOHKAMP 05.12.23 10:55
@ Thailand Fan
Du hast vollkommen Recht - selbst wenn der Deutsche sich wieder zurück in Deutschland befindet - wird er HIER angeklagt + hoffentlich auch verurteilt, nämlich dann wenn die Thailändischen Behörden - die gesammelten Beweise aus Thailand übersetzt + beglaubigt ins Deutsche - der Deutschen Justiz zur Verfügung stellen + um Amtshilfe bitten.

Wer glaubt sich im Ausland - an Minderjährige - vergreifen zu können, der irrt - gerade die Deutsche Justiz verfolgt diese Fälle - wenn genügend Beweismittel vorliegen - strikt. KEINER der Kinderschänder sollte sich also vor Verfolgung - auch nach der Rückkehr hier in Deutschland - zu sicher sein.
Thailand Fan 04.12.23 21:10
Bin gespannt, wie es weitergeht. Schließlich hat der Deutsche, wenn auch im Ausland, so doch auch nach deutschem Recht, ein Verbrechen begangen, welches noch nicht verjährt ist.
Jörg LOHKAMP 04.12.23 20:30
Jedes Verbrechen in Thailand ....
hat SEINEN PREIS - das ist so + daran wird sich auch in Zukunft - NICHT´s - ändern.

Warum auch ? Es profitieren doch SO VIELE davon.

Ausserdem Thailand ist - KEINE - Ausnahme, findet sich vielmehr in " guter Gesellschaft " - siehe Ost-Europa + viele 3 Welt-Staaten + Südamerika. Keine Vergabe Olympischer Spiele, Fußballweltmeisterschaft, kommt OHNE KORRUPTION zustande - warum sich also " künstlich aufregen " ?
Bernd Lange 04.12.23 16:10
Ein freundlicher Handschlag mit einem
Polizisten läßt Wunder erblühen!
Michael R. 04.12.23 15:20
Genau der Richtige
Wenn es um Korruptionsermittlung in den Reihen der Königl. Thailländischen Polizei geht ist der General S. Hakparn sicherlich die am besten geeignete Person, um die Ermittlungen zu leiten ;-)
In Deutschland haben wir ja Böcke und Gärtner. Anscheinend auch in Thailand.
Hartmut Wirth 04.12.23 14:20
@Ingo Kerp
Richtig! Korruption gibt's hier nicht!
Und wenn die deutsche Rundfunkanstalt, wie die DW, so etwas verbreitet, dann sind das nur Fake News. Was damit bezweckt werden soll, das dürfte ja jedem geneigten Leser hier bestens bekannt sein.

Da wollen wir nur mal hoffen, bzw. vertrauen wir darauf, dass das thailändische Rechtssystem dieses erkennnt und entsprechend behandelt.

(Allein die angebliche Höhe des sog. Bestechungsgeldes lässt ja schon ahnen, woher der Wind bläst. Denn, wie ja jeder Leser hier weiß, gibt's in ganz Thailand keine käufliche Liebe, denn die ist ja gesetzlich verboten!!)
Ingo Kerp 04.12.23 13:40
Da kann doch nichts schiefgehen, wenn die Polizei gegen sich selbst ermittelt. Darüberhinaus, Bestechungsgeld an einen Beamten gezahlt, sowas sind Fake-News der DW. Thail. Beamte sind nicht bestechlich, wie man weiß.