Korat erhält ein Müllheizkraftwerk

Der Abfall in Korat soll in der Zukunft in einem Kraftwerk verbrannt werden. Foto: The Nation
Der Abfall in Korat soll in der Zukunft in einem Kraftwerk verbrannt werden. Foto: The Nation

NAKHON RATCHASIMA: Das Innenministerium hat der Stadt grünes Licht und zwei Milliarden Baht für den Bau eines Müllheizkraftwerks gegeben.

Laut dem stellvertretenden Bürgermeister von Korat, Boonlua Charoenwat, soll die Anlage täglich 500 Tonnen Müll verbrennen und 9,3 Megawatt Strom erzeugen. Das Kraftwerk kann den Abfall aus der Stadt und den beiden Bezirken Chalerm Phra Kiart und Kham Thalay Sor aufnehmen. Die Anlage wird auf einem Grundstück der Armee errichtet werden, die Bauzeit soll drei Jahre betragen. Gesucht wird ein privates Unternehmen, das das Kraftwerk betreibt und 25 Jahre Strom an die Provincial Electricity Authority verkauft.

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Leserkommentare

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Siam Fan 17.08.18 13:19
Geschenktes Kraftwerk?
Geschenkter Rohstoff, Preispreisgarantie, ... da leckt sich doch jeder die Finger danach! Kein Risiko? Da bleibt Asche, Schlacke, Feuerroste, Filter in beachtlichen Mengen zurück. Wenn der Unternehmer clever ist, verarbeitet er den Gewerbemüll, der noch bedenklicheren Restmüll verursacht und verdient sich superlange goldne Pinocchio Nasen. Hinten hat es mehr Asche als vorher Abfall!?? Und der ist dann noch giftiger. Es muß also bei Inbetriebnahme, eine sichere Deponie mit entsprechender Kapazität vorhanden sein. Es muß deswegen genau geregelt sein, wieviel in die Deponie gelagert werden darf. Ich werde nie verstehen, warum der Steuerhaushalt die Investition spendiert!? Dafür könnte man viel Kindergeld und. Rente zahlen. Weltweit sollen doch diese Anlagen wirtschaftlich laufen und da sogar mit Abschreibung usw.. Auch wenn der Betreiber (günstige) Gebühren für die Einlagerung von Restabfall zahlt, muß man darauf achten, er bringt nicht zu diesen günstigen Preisen, den Abfall anderer rein. Warum schreibt man nicht die Verbrennungsleistung aus, und läßt den Unternehmer selbst investieren?? Gefahr ist auch noch, man verwertet bereits aussortierte Rohstoffe nicht, sondern man verbrennt sie.
Thomas Thoenes 17.08.18 10:50
Ich lebe seit knapp 3 Jahren in Korat
und wenn ich mir so die Nebenstraßen mit ihren Müllhalden ansehe, wird der Ofen wohl lange und heiß brennen.
R.Müller 16.08.18 19:57
Schön dass
man sich in Korat Gedanken macht nicht auch im Müll zu ersaufen wie an vielen anderen Orten in Thailand. Ich hoffe bei der Vergabe des Auftrages wird auf Langlebigkeit mit einem hohen Wirkungsgrad gesetzt. Wer den Zuschlag bekommt wird wohl davon abhängen wer die dicksten Couverts verschenken kann. Dies hat aber, (Herr Bütler) nichts mit Korruption gemein. In Fachkreisen nennt man dies: Ein diskretes geben und nehmen. In diesem Fall spielt dies aber auch eine unterordnete Rolle. Hauptsache es entsteht schnell eine gute Kehrichtverbrennungsanlage.
Wilfried Stevens 16.08.18 19:55
Solide Kapazitäten
Bei einer Jahreskapazität von rund 180000 Tonnen bleibt zu hoffen, das dabei moderne Filteranlagen die CO2-Emissionen im Griff haben. Wenn man bedenkt, das Bangkok pro Tag rund 10.000 Tonnen Abfall 'produziert', ist das Werk in Korat ein kleiner Hoffnungsschimmer.
Jan Graeff 16.08.18 16:45
Gute Nachricht in Sachen Muell
Das sind gute Nachrichten in Sachen Verbesserung des Muell-Managements und hoffentlich ist das Konzept nicht nur Verbrennung ein einem Kraftwerkskessel, denn das waere schwierig wegen des hohen Anteils an organischem Muell und der Feuchtigkeit. Wir (thailaendische Firma SBANG) bauen z.B. gerade aehnliche Projekte in Laos und Thailand, mit vorgeschalteter Muelltrennung fuer Recycling von Plastik und Metall, Kompostierung der Organik fuer Duenger-Produktion und Verbrennung des nicht verwendbaren Anteils als Brennstoff in einem Muellkessel zur Stromerzeugung. Lokale Anlagenbauer und Betreiber gibt es also, auch mit Einsatz europaeischer hoher Qualitaet fuer die Kernkomponenten.