Kopenhagen bestätigt Gespräche über problematischen Tour-Start 2021

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

KOPENHAGEN: Der Start zur Tour de France 2021 könnte anders als geplant doch nicht in Dänemark erfolgen. Kopenhagens Oberbürgermeister Frank Jensen sagte am Freitag den beiden dänischen Sendern DR und TV2, dass man sich derzeit mit dem Tour-Veranstalter ASO in Gesprächen über eine Verschiebung befinde. Die Tour de France werde immer noch nach Dänemark kommen - die Frage sei nur, wann sich das am besten umsetzen lasse.

Die Coronavirus-Pandemie betreffe alle großen Sportveranstaltungen, darunter die Fußball-EM, Olympia und auch die Tour de France, wurde Jensen vom DR zitiert. Deshalb stehe man mit den Tour-Veranstaltern im Dialog, inwieweit der dänische Tour-Start im Terminkalender 2021 platziert oder möglicherweise ins Jahr 2022 geschoben werden könnte. «Es ist am wahrscheinlichsten, dass der Tour-Start in Dänemark auf 2022 verschoben wird», sagte Jensen demnach.

Die französische Zeitung «Le Télégramme» hatte am Donnerstag berichtet, dass die Bretagne mittlerweile ins Spiel gebracht wird, um Kopenhagen 2021 zu ersetzen. Der französischen Heimatregion des fünffachen Tour-Siegers Bernard Hinault wurde von der ASO demnach angeboten, eine Art Plan B für den Auftakt des Radrennens zu sein.

Grund dafür sind Terminprobleme: Eigentlich wollen die Dänen die Tour 2021 am 2. Juli des kommenden Jahres in Kopenhagen beginnen lassen, im Anschluss sind zwei weitere Etappen durch Dänemark geplant. Vorher wollen sie aber auch noch vier Partien der verschobenen Fußball-EM in Kopenhagen ausrichten. Da die ASO die Tour gerne um eine Woche nach vorne verschieben möchte, damit sie am Ende nicht mit den am 23. Juli beginnenden Olympischen Spielen in Tokio kollidiert, kommen sich die sportlichen Großveranstaltungen in die Quere. Die letzte Kopenhagener Begegnung der EM ist nämlich für den 28. Juni geplant.

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