Kontaminierte „Energiekarten” gefährden die Gesundheit

Foto: The Nation
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THAILAND: Das Office of Atoms for Peace (OAP) warnt vor einer übermäßig hohen Strahlung durch „Energiekarten“, von denen Händler behaupten, sie könnten Krankheiten heilen und Schmerzen lindern.

Tests mit Musterkarten durch die staatliche Behörde ergaben eine Strahlenbelastung von 40 Mikrosieverts pro Stunde, die 350-mal höher ist als die maximale Strahlenbelastung, der Menschen pro Jahr ausgesetzt sein sollten. Die Behörde warnt auch vor Trinkwasser, in das eine „Energiekarte“ eingetaucht wird, da dies das Krebsrisiko erhöht. OAP wird rechtliche Schritte gegen die Vertriebshändler einleiten, sobald genügend Beweise vorliegen. Bisherige Tests haben ergeben, dass die Karten radioaktive metallische Elemente von Uran und Thorium sowie deren „Radionuklid“ oder radioaktives Isotop enthalten.

Die Warnung des OAP kam nach Medienberichten, wonach viele Dorfbewohner im Nordosten dazu verleitet wurden, „Energiekarten“ von Händlern zu kaufen, die sowohl mit dem Verkauf der Karten als auch mit der Anwerbung neuer Händler als „Pyramidenschema" Geld verdienen. Die Karten werden für 1.100 bis 1.500 Baht verkauft. Händler behaupten, dass diese Karten das Immunsystem stärken, das Herz stärken und den Stoffwechsel anregen können. Weiter wird behauptet, Wasser, in das die Karte kurz eingetaucht wird, könne den Körper reinigen.

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Wolfgang 20.06.19 00:58
Oh my god!
Hoffentlich erwischt man die Hintermänner, die das Unwissen der Menschen für ihre fiesen Geschäfte nutzen. Als Strafe sollte man diesen diese Karte rundherum auf den Körper mit Sekundenkleber befestigen. Das muss doch die "Gesundheit" fördern (Ironie aus).
Thomas Thoenes 19.06.19 20:31
Da müsste man schon misstrauisch
werden. Germany Technology. Wenn schon bitte German Technology. Aber wer an so einen Mist glaubt hat halt Scheuklappen.
Hermann Auer 19.06.19 15:49
Selektion
Ein Guter hält's aus, und um einen Schlechten ist's nicht schade. Mit der Karte kann schlüssig bewiesen werden, dass man gesund ist (bzw. war), wenn man denn überlebt.
Johann Riedlberger 19.06.19 13:45
Seit alters her
gelten Orte, mit hoher natürlicher Radioaktivität, als besonders heilsam. Zum Beispiel Ramsar im Iran, oder Bad Gastein in Österreich. Auch haben "Heilsteine" die um den Hals getragen werden, schon Alarm in kerntechnischen Anlagen ausgelöst. Es ist unwahrscheinlich, dass hier Atommüll entsorgt wurde. Es mag viele verwundern, doch radioaktive Isotope gibt es schon länger als die Kernspaltung.
Siam Fan 18.06.19 20:42
Voll der Wahnsinn!
Was braucht es da noch für Beweise!?