Koh Larn: Keine Lösung für Müllkrise

Foto: PR Pattaya
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PATTAYA: Nachdem Pattayas Bürgermeis­ter angekündigt hat, der Abfallproblematik auf Koh Larn zukünftig mehr Aufmerksamkeit zu schenken, stattete auch der Gouverneur von Chonburi, Prakrathorn Thaichai, der Insel kürzlich einen Besuch ab, um sich über die Müllsituation aus erster Hand zu informieren.

Auch, wenn Prakrathorn zugab, dass sich die Situation zu einer handfesten Krise zugespitzt habe, konnte auch er keinen Lösungsvorschlag präsentieren. Jedoch versicherte er den anwesenden Reportern von „Sophon Cable TV“, dass das Problem schnellstmöglich angegangen werden müsse. Gemäß dem Gouverneur ist der Müllberg auf der offenen Deponie nahe des beliebten Touristenstrandes Samae bereits auf über 50.000 Tonnen angestiegen, 20 Tonnen kommen täglich hinzu. Der Großteil soll aus dem Tourismus stammen. 

Prakrathorn erklärte, dass es den Behörden an ausreichend Arbeitern fehlen würde, um den Abfall zu trennen und es darüber hinaus an Platz mangele, um den in den Himmel stinkenden Unrat zu vergraben oder ordnungsgemäß zu lagern. Zudem soll auch das einzige Boot, das die Abfälle bisher zum Festland abtransportiert hatte, abgeschafft worden sein. 

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Leserkommentare

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Prof. Dr. Dr. Ulm 08.04.18 19:25
Historische firtel werden nach gebaut, und hier fehlt das Geld, ob private Investoren oder der Staat. Hier sollten Sie einen Punkt setzen.....!
Klaus Hoffmann 08.04.18 19:23
Koh Larn - sichtbares Zeichen für den Niedergang P
Bin gerade zurück von meiner Asien-Rundreise, letzte Station Pattaya, und bin geschockt, so schlimm hätte ich mir die Mißstände nun doch nicht vorgestellt. Die Müllinsel Koh Larn ist eine touristische Katastrophe: Chinesen Invasion mit entsprechenden Müllhinterlassenschaften, Liegestuhlwahnsinn (früher kostete der beliebte, aber leider zu kurz geratene 30 Baht pro Tag, heute kostet eine klobige Plastikliege 100 Baht, die dazugehörigen Umkleidegestelle aus der Zeit kurz nach dem Vietnamkrieg sind eine unzumutbare Frechheit). Plastikmüll bergeweise, Bauschutt von von abgerissenem Ausflugslokal mit dazugehörigen Bungalows liegt schon seit Jahren dort, Dreck an allen Ecken und Enden ... Macht doch den Laden einfach dicht, Schluss, Aus, Feierabend ... so wie jetzt gerade geschehen mit der beliebten Sch...haus-Insel Boracay auf den Philippinen. Räumt den Dreck weg, schafft Ordnung, sorgt für internationale touristische Standards - und nach einem Jahr erwächst neues Leben aus den Ruinen. (Blödsinn, Thais schaffen es nie, Thailand wird immer ein Reiseland bleiben, aber als ein Reiseziel für Massen-Tourismus auf Hartz-4-Niveau).
Jürgen Franke 08.04.18 17:37
Endlich wurde zumindest ein Grund gefunden,
warum die Beseitigung des Mülls ins stocken geraten ist: Es fehlen ausreichend Arbeiter für die Mülltrennung. Es bedarf keiner Frage, dass selbstverständlich die Touristen an dem Müllproblem auch Schuld sind. Dieses Problem zu lösen, geht jedoch relativ schnell, denn die Touristen bleiben zukünftig einfach weg.
Sitting Bull 08.04.18 16:48
Man sollte Artikel....
lesen bevor man sie einstellt. 50k Tonnen haben sich angesammelt und taeglich kommen 20k dazu? Was stimmt da nicht? Hier kann nur noch klaegliches Versagen der oertlichen Behoerden festgestellt werden, dass sich bereits ueber Jahre hinzieht. Ich kenne die Hintergruende, werde mich aber hueten sie hier dazulegen. Phi-Phi, Phuket, Samui, Phan Ghan , Tao,Pattaya und und und. Nix neues aus Thailand. Das Land wird zur Kloake und zum Muellberg. Solange der Tourismus weiterlauft wird weggesehen. Hoffnungslos.
Heinz Jörg 08.04.18 16:48
... 20.000 Tonnen kommen täglich hinzu.
Diese Zahl ist für mich schwer vorstellbar. Das sind dann täglich 800 LKW-Ladungen. Unabhängig von der Anzahl der LKW's scheint mir die Zahl verglichen mit dem Müllaufkommen z.B. in BKK zu hoch. Dann müssten auf der Insel ca. 5 Millionen Menschen leben.