Kirchenreformer fordern Schutz der Rechte Homosexueller

Deutsche Bischofskonferenz. Foto: epa/Armando Babani
Deutsche Bischofskonferenz. Foto: epa/Armando Babani

WARSCHAU/KÖLN/MÜNCHEN: Kirchliche Reformbewegungen in Deutschland fordern Persönlichkeiten aus Kirche und Politik zum Schutz der Rechte von Homosexuellen auf.

«Der Einsatz für diese Menschen darf nicht zu Aufwiegeleien, Verunglimpfungen und Hass unter Völkern und Mitmenschen missbraucht werden», teilte ein Münchner Zusammenschluss von Reformgruppen am Freitag mit, zu dem «Wir sind Kirche» und die feministische Bewegung «Maria 2.0» gehören.

Hintergrund sind scharfe Töne aus Polen nach dem Strafbefehl des Amtsgerichts Köln wegen Volksverhetzung gegen den erzkonservativen polnischen Theologen Dariusz Oko.

Das Gericht hatte einen Strafbefehl über 4800 Euro gegen Oko verhängt, nachdem er Homosexuelle innerhalb der Kirche in einem Beitrag für die in Köln erscheinende Zeitschrift «Theologisches» abwertend als «Parasiten», «Krebsgeschwür», «Homo-Mafia» und «homosexuelle Plage» bezeichnet hatte. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin hat Oko Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt. Damit kommt es nun demnächst wohl zum Prozess - ein Umstand, der nationalkonservative Polen im Nachbarland empört.

Der Münchner Priester Wolfgang Rothe, dessen Anzeige gegen Oko das Verfahren gegen den Theologieprofessor aus Krakau ins Rollen brachte, wird nach eigenen Angaben seither aus rechten Kirchenkreisen in Polen heftig angefeindet.

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