Kim-Attentäterin zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt

Foto: epa/Fazry Ismail
Foto: epa/Fazry Ismail

KUALA LUMPUR (dpa) - Im Prozess um das tödliche Gift-Attentat gegen den Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist die einzige verbliebene Angeklagte zu drei Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt worden.

Die 30-jährige Vietnamesin wurde von einem Gericht in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur am Montag der vorsätzlichen Körperverletzung für schuldig befunden. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft den Vorwurf des Mordes fallen gelassen. Damit kommt die Frau nach Verbüßung von zwei Jahren Untersuchungshaft vermutlich schon im nächsten Monat frei.

Die Vietnamesin hatte den Halbbruder von Nordkoreas Diktator, Kim Jong Nam, im Februar 2017 zusammen mit einer inzwischen freigelassenen Indonesierin auf dem Flughafen von Kuala Lumpur getötet. Beide Frauen behaupten, dass sie nicht wussten, was sie taten. Angeblich dachten sie, dass sie für einen Fernsehscherz im Stil der «Versteckten Kamera» einem fremden Mann Babyöl ins Gesicht drücken sollten. Tatsächlich handelte es sich um Nervengift. Vermutet wird, dass Nordkoreas Geheimdienst hinter dem Attentat steckt.

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Heinz Jörg 22.04.19 01:48
Sehr doubios die Angelegenheit
Auch wenn die exakten Fakten nicht in die Öffentlichkeit gelangt sind, ich glaube an die Unschuld der Frauen. Fernsehsendungen in denen Leute veräppelt werden gibt es überall auf der Welt. Warum also soll das nicht auch in Malaysia gemacht werden. Gleiches kann auch hier passieren.