Kein Gegenkandidat für Infantino

Foto: epa/Aitor Pereira
Foto: epa/Aitor Pereira

DUBLIN (dpa) - UEFA-Chef Aleksander Ceferin rechnet derzeit nicht mit einem Gegenkandidaten für FIFA-Boss Gianni Infantino bei den Präsidentschaftswahlen des Fußball-Weltverbandes am 5. Juni in Paris. «Ich habe keine Kenntnis von einem anderen Bewerber», sagte der Vorsitzende des europäischen Kontinentalverbandes am Montag in Dublin.

Trotz massiver Differenzen mit dem Weltverband sieht Ceferin keinen Graben zwischen UEFA und FIFA. «Die Meinungsunterschiede liegen in attraktiven Themen, deshalb ist da viel Aufmerksamkeit», sagte der Slowene.

Konkret bezog Ceferin Stellung zu folgenden FIFA-Themen:

- Der 25-Milliarden-Offerte für die Rechte an Club-WM und globaler Nations League: Man habe auch nach einem Jahr noch keine ausreichenden Informationen von Infantino über die Herkunft der Offerten erhalten. Dies widerspreche dem Transparenz-Gebot. Das Angebot bezeichnet er als «merkwürdig». Die von Infantino erhoffte Entscheidung beim Council-Meeting im März in Miami ist laut Ceferin ungewiss. Derzeit seien alle 55 UEFA-Mitglieder, alle 232 Clubs der ECA und alle Ligen gegen eine Annahme des obskuren Angebots.

- Dem Vorschlag aus Südamerika, die WM alle zwei Jahre zu veranstalten: Ceferin flüchtete sich in Sarkasmus. «Wir erfahren von diesen Dingen aus den Medien. Man hat das Gefühl, dass es für manche nur das Ziel gibt, die WM sechs Monate stattfinden zu lassen - und sonst nichts». Von den Infantino-Vertrauten im südamerikanischen Verband CONMEBOL war auch schon der Vorschlag gemacht worden, bereits bei der WM 2022 in Katar mit 48 Teams zu spielen. Auch darüber soll das Council im März entscheiden.

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