Kein „Galopp“ bei Entschädigung

Foto: The Nation
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BANGKOK: Die Mitarbeiter der Pferderennbahn des Royal Turf Club, die im Vormonat geschlossen wurde, sind stinksauer: sie haben nicht nur ihren Job verloren, auch die ihnen zugesagte Entschädigung in Höhe von sechs Monatsgehältern blieb bisher aus.

So haben sie bisher erst die Hälfte des versprochenen Betrages erhalten. Sie werfen ihren ehemaligen Vorgesetzten Betrügereien vor und dass interne Konflikte zwischen den Managern der Rennbahn nun auf dem Rücken der Niedriglöhner ausgetragen werden. Schwimmtrainer Saneh Rakkaew, der 24 Jahre lang am Swimmingpool des Clubs gearbeitet hatte, beklagte in der Zeitung „The Nation“, dass viele der betroffenen Mitarbeiter Kinder haben, die noch zur Schule gehen und sie auf die Zahlung des zugesagten Restbetrages angewiesen seien.

Das Gelände der Pferderennbahn wurde dem Besitzer des Grundstücks, dem Crown Property Bureau, zurückgeführt, nachdem sich angeblich Schulden in Höhe von 1,3 Milliarden Baht angehäuft hatten und der Mietvertrag nicht mehr verlängert wurde. Das Land soll nun in eine öffentliche Parkanlage zu Ehren des verstorbenen Königs Bhumibol Adulyadej (Rama IX.) umgewandelt werden, der auch ein Denkmal des Mo­narchen sowie ein Museum zu Ehren Ihrer Majestät Königin Sirikit beherbergen wird.

Pol. Lt.-Col. Santhana Prayoonrat, ein ehemaliges Vorstandsmitglied des Royal Turf Club, hat zwischenzeitlich angekündigt, dass er den betroffenen Mitarbeitern helfen würde, ihre verbleibende Entschädigung zu bekommen. Nach dem Ausscheiden der Führungskräfte könnte man Santhana folgend jetzt zum Beispiel wertvolle Besitztümer des Clubs aus der Ära von König Rama V. ohne Zustimmung des Vorstandes verkaufen und für die bisher ausgebliebenen Restzahlungen aufkommen.

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