Kautschuk für den Straßenbau

Der Premierminister, General Prayut Chan-o-cha, führte den Vorsitz bei der Unterzeichnungszeremonie eines Abkommens über die Verwendung von Gummi im Straßenbau. Foto: The Nation
Der Premierminister, General Prayut Chan-o-cha, führte den Vorsitz bei der Unterzeichnungszeremonie eines Abkommens über die Verwendung von Gummi im Straßenbau. Foto: The Nation

BANGKOK: Zur Unterstützung der Kautschukbauern soll mehr Gummi im Straßenbau verwendet werden.

Premierminister Prayut Chan-o-cha nutzte die Unterzeichnung einer Absichtserklärung, um das Verkehrsministerium und das Ministerium für Landwirtschaft und Genossenschaften sowie die Prince of Songkla University, das thailändische Institut für wissenschaftliche und technologische Forschung, den Rubber Plantation Cooperative Fund und das unter königlicher Schirmherrschaft stehende thailändische Ingenieurinstitut zu loben, gemeinsam eine Straßenbelagsmethode auf Gummibasis entwickelt zu haben. Sie erhöhe auch die Sicherheit von Straßen und helfe den Kautschukproduzenten des Landes.

Das Verkehrsministerium soll auch Betonbarrikaden mit Naturkautschuk verkleiden. Die vom Institut für wissenschaftliche und technologische Forschung zertifizierte Methode wurde in Südkorea getestet und hat sich als wirksam bei der Verringerung der Auswirkungen von Verkehrsunfällen erwiesen. Die Arbeiten sollen bis 2022 ausgeführt werden und 12.282 Straßenkilometer umfassen. Verwendet werden mehr als 1.063.000 Gummibäume oder etwa 1 Million Tonnen Gummisaft. Das macht 71 Prozent des Einkommens der Landwirte oder etwas mehr als 30 Milliarden Baht aus.

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Siam Fan 19.06.20 07:52
Nachfrage steigt insgesamt
Der nachwachsende Rohstoff, ist mit 13 mio t/a immer noch gefragt.
China ist mit 40% der groesste Importeur von Kautschuk.Also ein Vielfaches, von dem, was sie an synthetischem Kautschuk herstellen.
Problem beim kuenstlichen Kautschuk sind wohl die Qualitatestest, zB 72 Std Dauerdruck, wonach die uerspruengliche Form wieder angenommen werden muss.
Irgendwie scheint aber das, was in TH produziert wird, von der Angebotsform, nicht der Weltnachfrage angepasst zu sein.
Da koennte was gemacht werden, damit der Export steigt.
Dadurch wuerde ganz sicher auch wieder der Preis in TH ansteigen!!
Mit anderen Worten, eine Markterkundung koennte viel mehr bringen, als die aktuelle Aktion.
Siam Fan 17.06.20 08:22
Danke!
In China ist die Ernte ruecklaufig. Es waren mal >800.000t, jetzt sind es nur noch 550.000t. Ich vermute (!), das haengt mit der (schlechten) Qualitaet zusammen. In TH wird tatsaechlich viel verarbeitet! Trotzdem gibt es, auch weltweit Nachfrage, die nicht gedeckt wird, trotz Ueberangebot. Auch das haengt wohl (?!) mit der Qualitaet zusammen. Hier wird immer mehr "Kii" geerntet, das riecht nocht schlimmer wie sein Namensgeber! Da laesst man ueber mehrere Tage die Schalen volllaufen. Hier haengt man jetzt schonnur noch grosse Plastiktueten dran. Das macht wesentlich weniger Arbeit/ Kosten, bringt aber auch viel weniger Ertrag! Auch die Transportmoeglichkeiten, scheinen nicht ausgereizt zu sein. Es gibt viele Unis (die meisten waren mal Hochschulen) , aber es gibt wenig neue Forschungsergebnisse. Die meist einfachen Bauern, machen immer so weiter. Fuer den Gummi-asphalt und diese Matten, wird sicher kein besonderer Gummi benoetigt. Das was ich die letzten Stunden ueberflogen und gelesen habe, wurde fuer 20 Doktorarbeiten reichen und das waren nur ~10%, was zu finden ist. Es wird auch viel Wasser benoetigt, auch da scheint nicht immer der Bedarf gedeckt zu sein. In TH werden immer mehr NPs ausgewiesen. Die Platagenbesitzer werden enteignet. Trotzdem werden lange nicht alle G-Plantagen gerodet. Viele werden weiterbetrieben. Wie sich das auf die in-u. auslaendische Nachfrage auswirkt, ueberblicke ich nicht. "Es gibt viel zu tun, warten wir bis der naechste Regen kommt"
Rüdiger 16.06.20 16:07
Wo in China?
Z.B. ist die Präfektur Xishuangbanna im Südwesten Chinas ein Anbaugebiet. Vietnam, Myanmar, Laos und Kambodscha haben auch Plantagen. Irgendwie wird China sein "Hunger" stillen. Auch soll China ein synthetisches Kautschuk entwickelt haben welches dem natürlichen nahe kommt (kommen soll). Hoffe ich konnte Ihre Frage etwas beantworten Herr Siam Fan.
Siam Fan 16.06.20 07:37
Im Sueden wo der Gummi waechst, gibt es nichts!
Als Ehemann nutze ich keine Kondome, ausserdem ist Thai-XXL nicht wirklich XXL! 555 Die Verkleidung aus Naturkautschuk wird dann auch in China hergestellt!? In dem Klima in TH (ungleich Suedkorea) verrotten die schoenen Matten sehr schnell. Mit den 30 mrd TB koennte man das Kindergeld verdoppeln und bis 10 Jahre auszahlen.Die Verkleidung koennte um 2/3 und mehr kuerzer sein, dafuer dann oben 3-5 mal dicker. Damit wuerde die Kippbewegung abgefangen und auch bei hoeheren Fahrzeugen, meist das Ueberollen verhindert. Einen Sturz aus ~9m Hoehe ueberlebt kaum einer. Ich finde es auf die Schnelle nicht, aber ich erinnere mich, in Suedkorea wird ein ganz anderes Profil benutzt (senkrecht, nicht schraeg). Die wichtigste Frage bleibt, wo China die 550.000t produziert und das nicht mehr in TH einkauft!
Siam Fan 15.06.20 22:07
@H. Pattaya: nichts Neues
Die Verwertung von Altreifen hat für mich sogar Vorrang. China stellt heute schon 1/6 des Kautschuks von TH her. Fragt sich nur wo? Auch in TH?! :-( Bei den Betonleitwänden (BLW) ist die entscheidente Frage welche(!) in Südkorea eingesetzt werden. In TH sind nach oben abgeschrägte eingesetzt. Kommt das Rad unten gegen den Sockel, kippt das Fahrzeug nach links, bis es im Winkel der Abschrägung, mit der Oberkante Kontakt bekommt. Da wäre dann die "Gummimatte". Schlimmer wird es bei Fahrzeugen mit hohem Schwerpunkt, die rollen einfach über die BLW, auch bei aufgeständerten Straßen und Brücken. Davor wird auch diese Matte nicht schützen. Würde eine Gummileiste (~8*8cm) mit versenkter Schraube, unter der Oberkante angedübelt, kämen die Fahrzeuge erst gar nicht ins Kippen und die schweren Unfälle + viele Verkehrstote würden mit großer Wahrscheinlichkeit verhindert werden. Vielleicht kann das "Institut" das mal direkt in TH austesten (lassen). Diese Leiste könnte man auch in allen Schwimmbädern in ~1m Tiefe andübeln, dann wären die Bäder voll. Warum wird der Thai-Kautschuk exportiert und dann importiert man Reifen, Kondome, Handschuhe, Schnuller, Sauger, Matratzen, Schuhe, Keilriemen, Dichtungen, Förderbänder, Radiergummis, Regenmäntel, Fußmatten, Badehauben, ... . Stellt man das direkt vor Ort her, entfallen zweimal die Transportkosten und das Thai BIP würde steigen, ....... Und man könnte es in ASEAN verkaufen.