Kanadier auf Seilrutsche tödlich verunglückt

Foto: The Nation
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CHIANG MAI: Ein kanadischer Tourist verunglückte tödlich, als sich am Samstag auf der Seilrutsche des Abenteuerparks „Flight of the Gibbon” die Sicherheitsschlösser lösten.

Der 25-Jährige fiel 50 Meter in die Tiefe. Nach Angaben der Polizei brach die Sicherheitsverrieglung kurz nach dem Start. Ermittler vermuten, dass die Sicherheitsausrüstung das Gewicht des Manns nicht halten konnte. Erste Untersuchungen zeigten weiter, dass nur drei Kabel den Touristen hielten, verglichen mit den üblichen acht Kabelleitungen. In den Medien wurde über das Gewicht des Urlaubers spekuliert. Laut einem Polizisten wog er etwa 180 Kilogramm. Ein enges Familienmitglied stellte jedoch klar, dass der 25-Jährige rund 125 Kilogramm wog. Die „Flight of the Gibbon“-Website besagt, dass Personen mit einem Gewicht von mehr als 125 Kilogramm nicht mitgenommen werden dürfen.

„The Flight oft the Gibbon“ war bereits zuvor vorübergehend geschlossen worden, nachdem im Jahr 2016 drei israelische Touristen bei einer Kollision verletzt wurden und zu Boden fielen. Zwei chinesische Touristen verunglückten im Jahr 2015 tödlich, als sie von unterschiedlichen Seilrutschen fielen. Eine wurde von Skyline Adventure betrieben, die andere von Flying Squirrels. Ein weiterer chinesischer Tourist wurde 2016 bei der Seilbahn-Attraktion der Flying Squirrels verletzt.

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Thomas Thoenes 16.04.19 15:06
@Jürgen Franke
es wäre schön wenn das so Usus wäre. Aber leider sind viele Menschen zu gutgläubig und oder fühlen sich durch bisherige Urlaube in Europa/USA usw. zu sicher was solche Dinge angeht.
Dracomir Pires 16.04.19 09:28
Es ist ausserordentlich müssig ...
… über das Gewicht des Farang zu diskutieren, Tatsache ist, dass nur drei von acht Kabeln angeschlossen waren. Wo der Fehler liegt, ist damit absolut klar. Basta!
Jürgen Franke 16.04.19 09:27
Lieber Thomas, es ist zwar nett von Dir,
dass Du auf diese Dinge hinweist, doch ist es wichtig, dass jeder selbst sein Gehirn einschaltet, wenn er in Thailand gelandet ist. Bereits der normale Straßenverkehr verlangt, alle Sinne einzuschalten. Abgesehen davon wird explizit in dem Artikel auf das Gewicht der Touristen hingewiesen.
Thomas Thoenes 15.04.19 18:03
Wer in Thailand Dinge wie
Achterbahnen, Seilrutschen, Jetski, Fallschirm usw. benutzt hat den Knall nicht gehört der ihm sagt: Lass es! All diese Dinge hatten beim Start sicherlich mal Prüfsiegel die der Hersteller beim TÜV hat machen lassen und waren auch sicherlich eine ganze Zeit lang sicher. Aaaaber - Wartung ist das Schlagwort von dem ganz speziell in Thailand noch niemand etwas gehört zu haben scheint. Wenn hier mal was rostet oder eine Schraube sich löst - wen interessierts? Hier werden Autos benutzt bis sie auseinander brechen, Häuser bewohnt bis sie in sich zusammenfallen und Straßen erst erneuert wenn in den Löchern 8 köpfige Familien eingezogen sind.
Hansruedi Bütler 15.04.19 17:52
Spenden lösen (fast) alle Probleme
Es wurde ja auch schon früher festgestellt, dass Naturschutzzonen der Gibbons verletzt wurden. Entsprechende Rückbauungen blieben aber aus. Ich war selbst schon mehrmals in diesem wunderschönen Gebiet und staunte über die horrenden Preise. Daraus wird ersichtlich, dass auch Tote das monetäre System nicht ändern können.