Kanada gibt betroffenen Familien Geld

Foto: epa/Neil Hall
Foto: epa/Neil Hall

OTTAWA (dpa) - Nach dem Abschuss eines ukrainischen Flugzeugs mit 176 Menschen an Bord nahe Teheran hat die kanadische Regierung den Familien der 86 Opfer mit kanadischem Pass oder Aufenthaltsgenehmigung Geld versprochen.

«Dies ist eine einzigartige und nie da gewesene Situation, wegen der internationalen Sanktionen gegen den Iran und der Schwierigkeiten, die diese den Familien bereiten», sagte Trudeau. «Ich will aber deutlich sein: Wir erwarten, dass der Iran die Familien entschädigt.» Weil das aber noch dauern könne und die Familien das Geld dringend bräuchten, wolle Kanada nun einspringen.

Jede Familie solle zunächst 25.000 kanadische Dollar (etwa 17.000 Euro) bekommen, um damit Reise- und Beerdigungsausgaben begleichen zu können, sagte Premierminister Justin Trudeau am Freitag bei einer Pressekonferenz in Ottawa, wie kanadische Medien berichteten.

Das ukrainische Flugzeug war am 8. Januar inmitten der militärischen Konfrontation des Irans mit den USA nach iranischen Angaben irrtümlich abgeschossen worden. Zunächst hatten die iranischen Behörden tagelang von einem technischen Defekt gesprochen. Keiner der 176 Menschen an Bord überlebte. 57 davon waren Kanadier, 29 hatten eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung.

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