Kampf gegen Phukets Mafia

Foto: Phuket Gazette
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PHUKET: Die einflussreichsten Gesetzeshüter Phukets sagen der Inselmafia gemeinsam den Kampf an.

Gouverneur Chokchai Dejamornthan, Vizeadmiral Surapol Kuptaphan, Kommandeur des Bereichs der dritten Heeresleitung der Königlich Thailändischen Marine, Generalleutnant Akom Pongprom, Kommandeur der 41. Militärbasis, Phukets Polizeichef Generalleutnant Teeraphol Thipjaroen und Phukets Chefankläger Banjerd Rattanamanotham, haben die fünf dringendst zu lösenden Hauptprobleme der Touristeninsel identifiziert und auf einer Sondersitzung vorgestellt: Strandbewirtschaftung, Autovermietungen, illegale Landinbesitznahme, Mafia-Strukturen und Überwachung des Unterhaltungsgewerbes.

„Wir haben diese Angelegenheiten untereinander bereits für eine Weile diskutiert. Ich habe alle Bezirksräte angewiesen, Informationen über Gesetzesbrüche in diesen fünf Bereichen zu sammeln. Sobald wir die Täter erkannt und genug Beweise gesammelt haben, werden wir unverzüglich gegen sie vorgehen“, erklärte Gouverneur Chokchai auf der Sondersitzung. Er fügte hinzu, dass es keine Rolle spielen würde, ob es sich bei den Schuldigen um Regierungsbeamte, lokale Beamte oder Mitglieder der Mafia handle. Alle Gesetzesbrecher müssen mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, so Chokchai. „Wer in illegale Aktivitäten verwickelt ist, sei gewarnt – hören Sie damit auf oder Sie werden bestraft.“

Hartes Vorgehen kündigte der Gouverneur auch gegen Unterhaltungsbetriebe im Nachtleben an, die gegen die Sperrstundenregelung verstoßen und sich durch Schmiergeldzahlungen an einflussreiche Personen in Sicherheit wiegen. Dennoch bezweifle er, dass viele Beamte in Bestechungsvorwürfen verwickelt seien.

An Einwohner und Touristen appellierte Chokchai, stets ein wachsames Auge auf illegale Aktivitäten zu werfen: „Ich bin davon überzeugt, dass Wachsamkeit effektiver ist, als Überwachungskameras.“

Weiter informierte er, dass ihm bereits eine Liste mit neun Namen von Personen vorliegen würde, die beschuldigt werden, Schmiergelder anzunehmen. „Aufgrund des Mangels an Beweisen konnten wir bisher noch nicht gegen sie vorgehen, doch wir behalten sie im Auge.“ 

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Jürgen Franke 12.12.16 10:57
Eine sicherlich wichtige
aber auch langfristige Aufgabe der Behörden. Es ist ihr ein erfolgreiches Gelingen zu wünschen