Kampagne für Freilassung von Menschenrechtlerin

Die ehemalige inhaftierte iranische Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Nasrin Sotoudeh richtet ihren Schal in ihrem Haus in Teheran ein. Foto: epa/Abedin Taherkenareh
Die ehemalige inhaftierte iranische Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Nasrin Sotoudeh richtet ihren Schal in ihrem Haus in Teheran ein. Foto: epa/Abedin Taherkenareh

TEHERAN: Im Iran ist eine Online-Kampagne zur sofortigen Freilassung der inhaftierten Menschenrechtlerin Nasrin Sotudeh angelaufen. Die Aktion trägt den Hashtag #freenasrin («Lasst Nasrin frei»). Die 57-Jährige befindet sich seit mehr als zwei Wochen im Hungerstreik. Nach Angaben ihres Ehemanns Resa Chandan hat sie bis Sonntag bereits mehr als sechs Kilogramm Gewicht verloren.

Iranischen Medienberichten zufolge wurde die Anwältin 2018 wegen staatsfeindlicher Propaganda zu sieben Jahren Haft verurteilt. Ihr Mann berichtet, dass sie von einem Revolutionsgericht sogar eine Haftstrafe von 33 Jahren und sechs Monaten erhalten habe. Bisher wurde ein solches Urteil in Teheran weder bestätigt noch dementiert. Sotudeh weist alle Vorwürfe zurück.

Auf Anweisung der iranischen Justiz hatten Mitte März Zehntausende Gefängnisinsasse wegen der Coronakrise vorübergehend Hafturlaub bekommen - nicht aber Sotudeh und viele andere Bürgerrechtler. An dem Virus sind seit Februar im Iran mehr als 21.000 Menschen gestorben.

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