Kambodschanischer Exil-Politiker Rainsy kündigt Rückkehr an

Archivbild: epa/Mick Tsikas
Archivbild: epa/Mick Tsikas

PHNOM PENH (dpa) - Der ehemalige kambodschanische Oppositionsführer Sam Rainsy will trotz einer drohenden Gefängnisstrafe in sein Heimatland zurückkehren.

Der Exil-Politiker kündigte am Freitag auf Facebook an, dass er am 9. November nach Kambodscha einreisen werde. Der ehemalige Vorsitzende der inzwischen aufgelösten Nationalen Rettungspartei Kambodschas (CNRP) lebt seit 2015 im Ausland, meist in Frankreich. Zuhause wurde er unter anderem wegen Verleumdung und Aufwiegelung verurteilt.

In dem südostasiatischen Land regiert Premierminister Hun Sen (67) mit harter Hand. Hun Sen, der bereits seit mehr als drei Jahrzehnten an der Macht ist, drohte Rainsy (70) damit, dass er auch in Nachbarstaaten wie Laos oder Thailand verhaftet und dann nach Phnom Penh ausgeliefert werde. Der Oppositionspolitiker schrieb dazu: «Ich werde mit meinem französischen Pass reisen, über den das Hun-Sen-Regime keinerlei Autorität hat.»

Kambodschas oberstes Gericht hatte die CNRP 2017 nach der Festnahme ihres damaligen Vorsitzenden Kem Sokha wegen Hochverratsvorwürfen aufgelöst. Bei der international massiv kritisierten Parlamentswahl gewann Hun Sen mit seiner Partei dann alle 125 Sitze. Sokha steht praktisch unter Hausarrest.

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