Juncker bleibt trotz schlechter Gesundheit im Amt

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Foto: epa/Olivier Hoslet
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Foto: epa/Olivier Hoslet

BRÜSSEL (dpa) - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude fühlt sich trotz gesundheitlicher Probleme fit für sein Amt und will es weiter ausüben. Dies betonte Junckers Sprecher Margaritis Schinas am Freitag in Brüssel. Juncker werde «weiter hart arbeiten, so wie er es seit Anfang seiner politischen Karriere getan hat», sagte der Sprecher.

Hintergrund ist ein im Internet veröffentlichtes Video von der Abendveranstaltung des Nato-Gipfels am Mittwoch. Es zeigt den 63-jährigen Juncker minutenlang schwankend und auf mehrere Staatsgäste gestützt. Schinas sagte, Juncker habe unter einer akuten und schmerzhaften Ischias-Attacke mit Krämpfen gelitten und deshalb nicht gut gehen können. Danach sei es Juncker wieder gut gegangen und er erfülle sein dichtes Arbeitsprogramm wie vorgesehen.

Nächste Woche soll Juncker für die EU nach China und Japan fliegen, dann zurück nach Brüssel und Ende der Woche nach Spanien. Auf die Frage, ob er bestätigen könne, dass die Krankheit Juncker bei seinen offiziellen Aufgaben nicht einschränke, sagte der Sprecher: «Ja, das kann ich bestätigen.» Spekulationen einzelner Medien, Juncker sei bei der Nato-Veranstaltung betrunken gewesen, wies der Sprecher als geschmacklos zurück.

Juncker hatte schon in der Vergangenheit öffentlich auf seine Ischias-Beschwerden hingewiesen. Der Ischias ist ein Nerv auf Hüfthöhe, Reizungen können ins Bein ausstrahlen. Bisweilen wurde Juncker auch schon bei früheren öffentlichen Anlässen beim Treppensteigen gestützt.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.

Leserkommentare

Für unabhängige Themen senden Sie einen Leserbrief an die Redaktion. Allgem. Kommentardiskussion

Pflichtfelder
Norbert Kurt Leupi 15.07.18 03:13
Hohes Ansehen /Herr Songran Raktin
Aber nicht dass Sie ihn noch bemitleiden ?Der Junkie - Junker geniesst noch hohes "Ansehen" bei dem "Aussehen"? ( Bei ihm kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch - weil er vorsichtig ist , beim Einschenken " !
Songran Raktin 14.07.18 23:17
Herr Juncker geniesst sehr hohes Ansehen bei einigen Politikern. Diese „Ausrutscher“ waren bedingt durch eine „Ischias Attacke“!!!! Leider wirken Schmerzmittel nicht immer schmerzlindernd bei Alkoholgenuss. Noch Fragen.......????? Uebrigens, auch Boris Jelzin litt waehrend seiner aktiven Regierungszeit zeitweise an einer „Ischias Attacke“......danach aber.......permanent.....
Norbert Kurt Leupi 14.07.18 23:04
Junker`s Sorgen
trotz seiner Sorgen als EU-Führer , bei ihm ertrinken die Sorgen nicht , noch können sie schwimmen ! Bei ihm konserviert der Alkohol alles ,ausser Würde und Geheimnisse !
Jürgen Franke 14.07.18 14:30
Dieser Juncker hätte sofort aus dem
Verkehr gezogen werden müssen. Ob krank oder besoffen. Diese Aufnahmen im Fernsehen waren widerlich und durch nichts zu entschuldigen
Bernd Wedekind 14.07.18 13:49
Junker Alkoholkrank?
In Deutschland gilt: "Man muss nicht betrunken hinterm Steuer erwischt werden, um die Eignung zum Führen eines Fahrzeugs abgesprochen zu bekommen. Auch eine diagnostizierte Alkoholabhängigkeit kann für den Verlust des Lappens sorgen, wie ein Gericht entscheidet." Wenn der Führerschein in Deutschland wegen Alkoholabhängigkeit entzogen werden kann, dann muss dies auch für den EU-Kommisionspräsidenten gelten! Weg mit diesem gemeingefährlichen Mann!