Werden auch Brexit ohne Abkommen in Kauf nehmen

Der britische Premierminister Boris Johnson während einer Pressekonferenz in der Downing Street 10 in London. Foto: epa/Andrew Parsons
Der britische Premierminister Boris Johnson während einer Pressekonferenz in der Downing Street 10 in London. Foto: epa/Andrew Parsons

LONDON/WARSCHAU: Kurz vor dem Start der neuen Gesprächsrunde über ein Brexit-Anschlussabkommen hat der britische Premierminister Boris Johnson erneut seine Bereitschaft zum harten Bruch mit der EU bekräftigt. Das machte Johnson bei einem Telefonat mit dem polnischen Regierungschef Mateusz Morawiecki am Samstag deutlich, wie der Regierungssitz Downing Street mitteilte.

Großbritannien werde «konstruktiv verhandeln», sagte Johnson der Mitteilung zufolge, aber sei genauso bereit, nach der Übergangsphase im gegenseitigen Handel auf die Regeln der Welthandelsorganisation WTO zurückzugreifen.

Bislang waren die Verhandlungen zwischen Brüssel und London weitgehend ergebnislos verlaufen. Am Montag soll eine neue intensivierte Gesprächsrunde beginnen.

Großbritannien war Ende Januar aus der EU ausgetreten. In einer Übergangsfrist bis zum Jahresende gehört das Land aber noch zum EU-Binnenmarkt und zur Zollunion, so dass sich im Alltag fast noch nichts geändert hat. Gelingt kein Vertrag über die künftigen Beziehungen, könnte es Anfang 2021 zum harten wirtschaftlichen Bruch mit Zöllen und anderen Handelshemmnissen kommen. Eine Verlängerung der Übergangsphase wäre noch bis Ende Juni möglich, wurde aber von der britischen Seite ausgeschlossen.

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Benno Schönholzer 30.06.20 16:37
Nino: Die EU ohne GB bekommt unueberwindbare, riesige Probleme!! Das, spielt aber keine Rolle mehr, denn der Financrah kommt so oder so!!
Nino 29.06.20 17:31
Wahnsinn.....
was Johnson da vorhat. Die glauben wirklich das ein GB ohne einen Vertrag mit der EU besser für das Land ist. Bitte nicht auf die USA und Trump verlassen. Der ist - wie Johnson - auch nur ein Schaumschläger