Jeder nach seiner Façon selig

Jeder nach seiner Façon selig

Eine Zuschrift zum Online-Kommentar „Ein gottloses Blatt? Trösterin Religion?“ bei Bzp.life. 

Lieber „Name der Redaktion bekannt“. Sie nehmen Bezug auf den kürzlich veröffentlichten Beitrag „Trösterin Religion“ von C.-F. und werfen u.a. dem Magazin DER FARANG vor, ein gottloses Blatt zu sein. Ein bisschen den Mund zu voll genommen, nicht wahr? Soll DER FARANG etwa seine (freien) Mitarbeiter zensieren?

C.-F. hat vollkommen recht, wenn er schreibt, dass Religionen von Menschen erdacht wurden. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und vertrete die Meinung, dass auch Götter von Menschen erfunden wurden. Das fing bei den Ägyptern und Babyloniern an und setzt sich bis heute fort.

Und zu den Religionen: Ich halte es mit Tucholsky: „Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn's ihm gut geht, und eine, wenn's ihm schlecht geht. Die letztere heißt Religion.“ Und kein Geringerer als Friedrich Nietzsche schrieb in etwa: „Ich würde ja gerne an einen Erlöser glauben – wenn die Erlösten nur etwas erlöster aussähen“.

Jeder darf aber nach seiner Façon selig werden, dazu gehört aber auch, seine/ ihre Meinung offen kundgeben zu dürfen.

Felix A. Keller

(P.S. Ich habe nichts dagegen, dass mein Name genannt wird)


Die im Magazin veröffentlichten Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. DER FARANG behält sich darüber hinaus Sinn wahrende Kürzungen vor. Es werden nur Leserbriefe mit Namensnennung veröffentlicht!

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