Jede Menge Beachfeeling in Krabi

Die malerische Südprovinz hält für jeden Geschmack einen Strand bereit

Tropenparadies Krabi. Foto: picture alliance / CPA Media Co. Ltd.
Tropenparadies Krabi. Foto: picture alliance / CPA Media Co. Ltd.

KRABI: Türkis schimmernde Wogen und die für Krabi so typischen, bizarren Kalksteinfelsen ziehen immer mehr Thailandfans in den Bann. So reiht sich in der Südprovinz ein Postkartenstrand in atemberaubender Naturkulisse an den nächsten. Lang-Heck-Boote, auf denen sogar Snacks und Getränke angeboten werden, schaukeln sanft in der Brandung. Perfekt, um nach dem Sonnenbad ein leckeres Häppchen zu naschen und mit der freundlichen Bevölkerung in Kontakt zu kommen.

Ao Nang, ca 20 Kilometer östlich von Krabi Town ist ein ehemaliges muslimisches Fischerdorf, das sich zu einem schnell gewachsenen Tourismus-Zentrum mit Unterkünften für jeden Geldbeutel entwickelt hat. Souvenirläden, Reisebüros, Schneider, Minimärkte und Essensstände säumen neben den Resorts und Fastfoodketten die Straße zum Meer. Die Ortschaft hat sich zu einem absoluten Besuchermagneten entwickelt und immer mehr Hotels schießen wie Pilze aus dem Boden…

Karststeinfels-Idylle

Der Railay Beach ist wohl der bekannteste Strand in Krabi und zieht mit seinen dramatischen Sonnenuntergängen sowohl Einheimische als auch Urlauber gleichermaßen in den Bann. Foto: picture alliance / robertharding
Der Railay Beach ist wohl der bekannteste Strand in Krabi und zieht mit seinen dramatischen Sonnenuntergängen sowohl Einheimische als auch Urlauber gleichermaßen in den Bann. Foto: picture alliance / robertharding

Der Sandstrand von Ao Nang ist ca. zwei Kilometer lang. Er wird von Karststeinfels-Formationen umrahmt und bietet einen schönen Blick auf die vorgelagerten, unbewohnten Inseln, die mit ihren bizarren Felsen aus dem Meer ragen. Am südlichen Ende geht es herrlich gemütlich zu. Das urige Last Fisherman sorgt für Erfrischungen, in den Thai-Salas lassen sich Touristen durchkneten. Hier kann man den Affen beim Spielen zuschauen und im Last Cafe eine Kleinigkeit zu sich nehmen. Einzig die permanent knatternden Longtailboote trüben die Idylle. Dennoch ist ein Ausflug zu den vorgelagerten Inseln ein Muss. Auf Koh Poda legen zu Garküchen umfunktionierte Longtailboote an, Chicken Island hat seinen Namen von der Felsformation, die sich in Form eines Huhns auftürmt und auf Koh Tup kann man über eine Sandbank auf die Schwesterinsel laufen…

Restaurants und Nachtleben

Das Last Fisherman bietet abends ein BBQ-Buffet an und in der Soi Seafood kann man mit Blick auf die See fangfrisches Meeresgetier vertilgen. Entlang der Promenade befinden sich etliche Restaurants. Ein kleiner Nachtmarkt wird ab 17 Uhr auf der Plaza gegenüber vom Krabi Resort aufgebaut. Das Nachtleben ist auf den Center Point mit Bars und Livemusik beschränkt. Die Soi Ding Dong, gegenüber von McDonald´s, ist mit vielen kleinen Kneipen gesäumt, in denen man bis in die frühen Morgenstunden zu Techno-Rythmen abzappelt. Die besten Cocktails serviert übrigens Tom in der Full Moon Bar, kurz vor dem Krabi Resort.

Die ruhigere Variante

Nur wenige Schritte entfernt liegt der Nopparat Thara Beach. Am Wochenende wird er vorwiegend von Thais frequentiert, die auf Strohmatten unter den Kasuarinen picknicken, versorgt von mobilen Garküchen. Umrahmt von Felsen, ist die Bucht schön zum Schwimmen. Der Sand ist fest und somit eignet sich der ca. drei Kilometer lange Strand gut zum Joggen und Spazierengehen. Durch den Khlong Son ist Nopparat Thara zweigeteilt: der Ao Nang zugewandte Teil des Strandes bietet Restaurants und Bars an der Uferstraße sowie Unterkünfte in verschiedenen Preisklassen. Der ursprünglichere Strand auf der anderen Seite des Flusses wird meist als Long Beach bezeichnet. Hier herrscht noch immer Backpa­cker-Feeling. Nur vier ursprüngliche Bungalow-Anlagen teilen sich den fünf Kilometer langen Strand. Bei Ebbe muss man weit hinauswaten, bei Flut hingegen ist er perfekt zum Schwimmen.

Fischerdorf mit einsamen Strand

Wer Ruhe vorzieht, kann in Ao Nam Mao übernachten, ein kleines muslimisches Fischerdorf, das noch im Dornröschenschlaf liegt. An den von Kasuarinen gesäumten Strand verirren sich nur selten Touristen. Bei Ebbe ist er nicht zum Baden geeignet, wohl aber zum Laufen. Am Ende der Bucht befindet sich der Shell Cemetery. Hierbei handelt es sich um ein ca. 20 bis 40 Millionen Jahre altes Fossil. Doch die 200 Baht Eintritt lohnen wohl nur für Geologen.

Am Tonsai Beach mit seinen zerklüfteten Kalksteinfelsen suchen Kletterer immer neue Herausforderungen. Foto: picture-alliance / Frank Baumgart
Am Tonsai Beach mit seinen zerklüfteten Kalksteinfelsen suchen Kletterer immer neue Herausforderungen. Foto: picture-alliance / Frank Baumgartner

Vom Pier aus starten die Boote nach Railay und Ao Tonsai. Letzterer Strand, konnte sich viel von seinem Charme als Backpacker-Oase bewahren. Einfache Unterkünfte in Bambushütten ziehen Traveller an, tagsüber fallen jedoch Kletter- und Tagestouristen regelrecht über die Bucht her. Das eins­tige Traveller-Paradies Railay hingegen, ist den gehobenen Hotelanlagen gewichen. In der Hauptsaison, wenn die vielen Ausflugsboote dicht an dicht anlegen, wird es am Strand eng. Früh am Morgen oder nach Abreise der Tagesbesucher, kann man aber immer noch die einstige Anziehungskraft dieser Bucht erahnen…

Ideal für den Strandurlaub

Khlong Muang, ca. 15 Kilometer von Ao Nang entfernt, hat sich erst in den letzten Jahren für den Tourismus geöffnet. Der eigentliche Ort liegt an der Straße zwischen dem Sheraton- und Nakamanda Resort. In dieser Bucht kann man bei jedem Tidenstand mit Blick auf den Königspalast in der Ferne wunderbar schwimmen. Hoch auf einem mit dichtem Baumbestand überwucherten Felsen, thront er majestätisch über dem Wasser, kann jedoch leider nicht besichtigt werden. Weiter nördlich erstreckt sich der Strandabschnitt Koh Kwang, vorbei am Sofitel Pokeethra Krabi Resort in Richtung Tup Kaek. Zum Baden ist es hier felsiger als an den anderen Strandabschnitten. Angemerkt sei, dass entlang des Khlong-Muang-Strandes mehrere Bauvorhaben stattfinden, deren Folgen noch nicht abgeschätzt werden können…

Tipp: eine Fahrt auf die Insel Koh Hong lohnt sich. „Hong“ heißt „Zimmer“ und tatsächlich gibt es auf der Insel eine Kammer, nämlich eine schöne smaragdschillernde Lagune, in der man Baden kann. Zutritt zur Insel 200 Baht. Am besten mietet man ein Longtailboat (ca. 1.200 Baht) direkt am Strand. Auf der kleinen Plaza neben dem Sheraton haben Restaurants aufgemacht, man kann Thai, indisch oder auch italienisch essen. Und wer Lust auf deutsche Hausmannkost hat, findet bei Freddy und Jürgen auf der anderen Straßenseite gewiss etwas Passendes.

Exklusivster und schönster Strand

In Tup Kaek hebt sich der feine weiße Sand vom azurblauen Meer ab. Strandverkäufer oder knatternde Longtailboote sucht man hier vergebens. Alles hier strahlt Ruhe und Exklusivität aus. Auffallend viele Luxushotels punkten mit direkter Strandlage und bieten eine gute Auswahl an Thai- und internationalen Gerichten, jedoch zum gehobenen Preis.

Geheimtipp für Individualisten

Ao Tha Len liegt ca. 35 Kilometer nordwestlich von Krabi und ist der ideale Ort für alle, die individuelle Ferien abseits vom Trubel verbringen möchten. Der flache Strand bietet einen schönen Ausblick auf die malerische Inselwelt vor Phuket, besonders zu Sonnenuntergang ein tolles Naturschauspiel.

Von den Bungalow-Anlagen in Ao Tha Len sind besonders zwei hervorzuheben, die sich durch ihre familiäre Gastfreundschaft auszeichnen. Das Passe Temps (www.lepassetemps-krabi.com) befindet sich unter französisch-thailändischer Leitung und ist ein gehobenes Resort mit Swimmingpool, Strandrestaurant sowie neun individuellen Häusern, die im außergewöhnlichen Timor-Stil erstrahlen (ab 4.000 Baht/ Nacht). Als Geheimtipp erweist sich The Bananas (www.bananas-bungalows.com). Hier nächtigt man wahlweise in gemütlichen Steinbungalows oder Bambushütten (ab 500 Baht/ Nacht). Olli gibt den Gästen sofort das Gefühl zur Familie zu gehören und organisiert lohnenswerte Ausflüge auf Fischerbooten nach Monkey Island oder Laem Daeng. Im Restaurant kochen Frauen aus dem Dorf authentische Gerichte, perfekt, um einfach Mal die Seele baumeln zu lassen…

Flussmonster fangen

In Gillham‘s Fishing Resort können die Gäste wahre Flussmonster fangen. Sie werden danach wieder freigelassen. Foto: Gillham's Fishing Resort
In Gillham‘s Fishing Resort können die Gäste wahre Flussmonster fangen. Sie werden danach wieder freigelassen. Foto: Gillham's Fishing Resort

Zwischen Khlong Muang und Ao Tha Len liegt Gillham's Fishing Resort, gegründet vom weltbekannten Angler Stuart Gillham und seinem Sohn Sean. Hier kann man täglich zwischen 8 und 19 Uhr Riesenkarpfen, Chayo-Phraya-Welse, Süßwasser-Rochen und andere Flussmonster fischen. So wird momentan noch ermittelt, ob ein Brite hier den Weltrekord im Karpfenfischen gebrochen hat, dem ein 60-Kilogramm-Karpfen (!) an den Haken geriet… Wer über Nacht bleiben möchte, findet hier Bungalows mit Seeblick, einen einladenden Infinity-Pool sowie ein Restaurant mit britischen und Thai-Spezialitäten vor. Übernachtung inkl. Fischen für zwei Personen ab 6.000 Baht, Nicht-Angler zahlen 1.250 Baht pro Zimmer.

Infos: www.gillhamsfishingresorts.com


Yoga

Marina Yoga bietet nicht nur Yoga-Kurse für jedes Level an, sondern bildet auch zu Yoga-Lehrern aus. Reiki -und Shiatsu-Therapien werden ebenso angeboten wie Yoga für Kinder und Schwimmkurse.

Kontakt, Tel 087-898.1506.
Infos: www.marinayoga.com



Tauchen

Die Andamanensee zählt zu einem der besten Tauchreviere der Welt. Das Equipment der Poseidon Dive Academy (dt. Leitung) ist immer auf dem neuesten Stand und Kundenzufriedenheit wird hier großgeschrieben.

Kontakt, Tel.: 098-071.9035.
Infos: www.poseidon-krabi.com


Kajaking

Besonders Ao Tha Len ist bekannt für Kajaking, zum Beispiel auf einer geführten Halb- oder Ganztagestour mit Sea Kayak Krabi.

Kontakt, Tel.: 089-724.8579.
Infos: www.seakayak-krabi.net

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Werner Urech 11.01.20 21:33
Verschmutztes Ao Nang
Beim Last Café in Ao Nang läuft verschmutztes Abwasser seit Jahren direkt ins Meer und beim Baden muss man da mit Hautkrankheiten rechnen. Und die deutsche Hausmannskost gibt es schon, nur nicht mehr bei Freddy und Jürgen, den der Freddy wurde vor über einem Jahr von den Behörden wegen fehlender Bewilligungen ausgeschafft. Eine alternative Adresse ist wohl der Beergarden Soi 11 in Ao Nang.