Japankäfer in Süddeutschland entdeckt

​Großes Schadenspotenzial

Foto: Pixabay/Louise Stoehr
Foto: Pixabay/Louise Stoehr

FREIBURG: Die wiederholte Sichtung eines Japankäfers in der süddeutschen Stadt Freiburg alarmiert Experten. Der Käfer gilt als invasive Art mit großem Schadenspotenzial.

Nach Angaben des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg (LTZ) ist nun ein männlicher Japankäfer (Popillia japonica) in die Falle des baden-württembergischen Pflanzenschutzdienstes geraten. Bereits im Herbst letzten Jahres wurde dort ein solches Exemplar gefunden.

Der etwa ein Zentimeter große Japankäfer mit metallisch glänzendem grünen Kopf, braunen Flügeln und kleinen weißen Haarbüscheln hat in Europa kaum Fressfeinde. Er stammt aus Asien und wird in der EU als «prioritärer Unions-Quarantäneschädling» eingestuft, weil er bevorzugt an Blüten, Blättern, Früchten oder an deren Wurzeln frisst.

Die Agrarfachleute vermuten, dass beide Käfer als blinde Passagiere im Güter- oder Reiseverkehr aus Norditalien hierher kamen. Seit Mai 2022 wird der Raum Freiburg mit acht Pheromonfallen überwacht. Im ganzen Land Baden-Württemberg wurde ein Überwachungsnetz von 42 Fallen vor allem entlang der Hauptverkehrsadern eingerichtet. Damit sollen Japankäfer aufgespürt werden, bevor sie sich vermehren und dauerhaft etablieren können.

Verwechselt wird der Japankäfer oft mit dem Gartenlaubkäfer oder dem Rosenkäfer - das sind heimische Arten, die keine nennenswerten Schäden verursachen. Das LTZ Augustenberg bittet, bei Funden des Japankäfers, diese zu fangen, einzufrieren und zu fotografieren. Das Foto soll dann mit Angabe des Fundortes per E-Mail an Pflanzengesundheit-kaefer@ltz.bwl.de geschickt werden.

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