Erfolgreicher Schlag gegen Dschihad-Führung

Israels Militär

Die Spannungen im palästinensisch-israelischen Konflikt eskalieren. Foto: epa/Mohammed Saber
Die Spannungen im palästinensisch-israelischen Konflikt eskalieren. Foto: epa/Mohammed Saber

TEL AVIV/GAZA: Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge einen erfolgreichen Schlag gegen die Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad (PIJ) im Gazastreifen geführt. «Die hochrangige Führung des militärischen Flügels des Islamischen Dschihads in Gaza wurde neutralisiert», teilte der Leiter der Operationsabteilung, Generalmajor Oded Basiok, in der Nacht auf Sonntag mit - ohne näher zu erläutern, was neutralisieren genau bedeutet. Eine Bestätigung der militanten Palästinenserorgansitaion lag zunächst nicht vor.

Es sei nach palästinensischen Angaben unklar, ob der südliche Kommandeur des Islamischen Dschihads, Chalid Mansur, bei dem Angriff in der Stadt Rafah ums Leben kam, hieß es. Rettungskräfte suchten demnach in der Nacht auf Sonntag in den Trümmern nach Überlebenden.

Israels Streitkräfte hatten am Freitagabend den PIJ-Militärchef Taisir al-Dschabari, der den gleichen Rang wie Mansur hatte, gezielt getötet. Er war für den nördlichen Gazastreifen zuständig. Daraufhin folgte ein massiver Raketenbeschuss auf Israel. Al-Dschabari war dem Militär zufolge verantwortlich für Raketenangriffe aus dem Küstenstreifen und geplante Angriffe auf Zivilisten. 2019 hatte Israel bereits seinen Vorgänger, Baha Abu al-Ata, gezielt getötet.

Die eng mit Israels Erzfeind Iran verbundene Gruppe wird von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft.

Gezielte Tötungen sind umstritten, unter anderem die Vereinten Nationen bemängeln beispielsweise, dass damit Rechtsgrenzen verwischt würden. Sie sprechen zudem von einer Verletzung des Völkerrechts.

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