Intensive Kämpfe in Chan Junis und in der Stadt Gaza

​Israels Armee 

Im Gaza-Krieg kommt in die zähen Verhandlungen über eine neue Feuerpause und Freilassung der verbliebenen Geiseln Medienberichten zufolge Bewegung. Foto: Rizek Abdeljawad/Xinhua/dpa
Im Gaza-Krieg kommt in die zähen Verhandlungen über eine neue Feuerpause und Freilassung der verbliebenen Geiseln Medienberichten zufolge Bewegung. Foto: Rizek Abdeljawad/Xinhua/dpa

GAZA: Die heftigen Kämpfe im Gazastreifen gehen israelischen Armeeangaben zufolge weiter. «Im Laufe des vergangenen Tages seien mehrere Terroristen bei Luftangriffen und Zusammenstößen am Boden getötet worden», teilte das Militär am Samstag mit. Truppen hätten zudem zahlreiche Waffen und Dokumente der Hamas sichergestellt.

Intensive Kämpfe gab es den Angaben nach etwa in Chan Junis, der größten Stadt im Süden des Küstengebiets. Soldaten hätten dort am Freitag «zahlreiche Terroristen mit präzisem Scharfschützenfeuer getötet». In Al-Saitun, einem Viertel der Stadt Gaza, habe eine Gruppe versucht, eine Rakete auf die israelischen Soldaten zu feuern, teilte das Militär weiter mit. Ein «Fluggerät zielte auf die Terroristen und tötete sie.» Die Truppen setzten ihre Aktivitäten in dem Gebiet fort, hieß es weiter. Die Angaben des Militärs konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Auslöser des Krieges war das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels. Terroristen der islamistischen Hamas sowie anderer extremistischer Palästinenserorganisationen ermordeten am 7. Oktober vergangenen Jahres in Israel mehr als 1200 Menschen und verschleppten 250 weitere in den Küstenstreifen.

Ziel der israelischen Militäroffensive sind die Zerstörung der Hamas und die Befreiung der verbliebenen Geiseln, von denen nach israelischen Informationen höchstens noch rund 100 am Leben sind.

Bei israelischen Angriffen und Kämpfen sind nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde bisher fast 30.000 Menschen im Gazastreifen getötet und weitere rund 70.000 verletzt worden. Die Angaben, bei denen nicht zwischen Zivilisten und Kämpfern unterschieden wird, können derzeit nicht unabhängig überprüft werden. Wegen der vielen zivilen Opfer und massiven Zerstörungen steht Israel stark in der Kritik.

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