Irans Delegation zu Wiener Atomgesprächen eingetroffen

Enrique Mora wendet sich an die Medien, als er nach einem Treffen der Gemeinsamen Kommission für die Iran-Gespräche (JCPOA) in Wien geht. Foto: epa/Christian Bruna
Enrique Mora wendet sich an die Medien, als er nach einem Treffen der Gemeinsamen Kommission für die Iran-Gespräche (JCPOA) in Wien geht. Foto: epa/Christian Bruna

WIEN: Die iranische Delegation ist am Donnerstagmittag zu den Wiener Atomgesprächen eingetroffen. Es war zunächst unklar, in welcher Form die Gespräche zur Rettung des Rüstungskontrollpakts von 2015 wieder aufgenommen werden sollten.

EU-Diplomat Enrique Mora, der die Verhandlungen koordiniert, schrieb auf Twitter, dass in dieser ersten Runde seit März der zuletzt noch leicht abgeänderte Lösungsentwurf diskutiert werden solle, der seit 20. Juli auf dem Tisch liege. An den Verhandlungen sind auch Diplomaten aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China beteiligt.

Die USA sind nach ihrem Ausstieg 2018 nicht mehr offizieller Partner des Abkommens, spielen aber eine entscheidende Rolle. Erst die Rücknahme der US-Sanktionen gegen Teheran sowie eine Limitierung des iranischen Atomprogramms könnte den Deal wiederbeleben.

Das 2015 geschlossene Abkommen sollte den Iran am Bau einer Atombombe hindern und zugleich den Weg für ein Ende der politischen und wirtschaftlichen Isolation der Islamischen Republik ebnen. Der Ausstieg der USA unter Ex-Präsident Donald Trump und die folgende Missachtung vieler Vorschriften durch Teheran haben die Ziele bisher verhindert. Iran hat kürzlich betont, dass das Land inzwischen technisch in der Lage sei, eine Atombombe zu bauen, aber das nicht wolle.

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