Iran bestätigt indirekte Gespräche mit den USA

Foto: Pixabay/Hashem Islami
Foto: Pixabay/Hashem Islami

TEHERAN/NEW YORK: Für den Iran sind die USA ein politischer Erzfeind. Dennoch gab es vor Kurzem Kontakte. Schauplatz der Verhandlungen war der Oman. Thema war wohl auch der Großangriff des Irans auf Israel.

Der Iran hat Berichte über indirekte Gespräche mit dem politischen Erzfeind USA bestätigt. Iranische Medien zitierten Irans UN-Botschafter in New York Saeid Irawani, die Gespräche seien nicht die ersten gewesen und würden auch die letzten sein. «Wir hatten indirekte Verhandlungen in Oman.»

Zuvor hatte das Nachrichtenportals «Axios» über indirekte Kontakte zweier US-Diplomaten mit Vertretern der iranischen Regierung in dieser Woche in Oman berichtet. Sie sollten demnach dazu dienen, Spannungen im Nahen Osten abzubauen. Auf der Agenda stand dem Bericht zufolge Irans Großangriff auf Israel im vergangenen Monat.

Die Schweiz vertritt im Iran Interessen der USA, beide Länder haben seit mehr als 44 Jahren keine diplomatischen Beziehungen mehr.

Indirekte Gespräche zwischen den beiden Ländern gab es seit der Präsidentschaft von Ibrahim Raisi 2021 mehrmals, insbesondere während der Verhandlungen über eine Wiederbelebung des Wiener Atomabkommens von 2015. Raisi und das Außenministerium haben jedoch bislang immer betont, dass die Gespräche nicht direkt geführt werden dürfen. Außerdem sollte es in erster Linie um die Wiederaufnahme der Atomverhandlungen und die damit verbundene Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran gehen ? und nicht um andere Themen.

Die Wiederaufnahme der Atomverhandlungen ist für den Iran wirtschaftlich enorm wichtig. Nach dem Wiener Atomdeal von 2015 und der Aufhebung von Sanktionen ging es mit der angeschlagenen iranischen Wirtschaft kurzfristig wieder aufwärts. Besonders der Ölexport, die Haupteinnahmequelle des Landes, lief wieder relativ normal. Doch seit dem Ausstieg der USA aus dem Deal 2018 unter Ex-Präsident Donald Trump und der Verhängung neuer Sanktionen steckt das ölreiche Land in der schlimmsten Finanzkrise seiner Geschichte.

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Beat Sigrist 20.05.24 13:30
Ein Land auf diesem Planeten
Mit dem Namen Erde, welches von einem Religionsführer regiert wird, stiftet nur Unruhen und neue Kriege an! Religionen haben in der Politik nichts zu suchen. Eigentlich sollte jedes Land mit einer Volkswahl seinen Präsidenten wählen lassen. Aber meistens werden solche Positionen von einer Religion oder Parteifreunden oder der Wirtschaft gewählt.