IPC-Präsident Parsons geht von Austragung der Paralympics aus

Der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), Andrew Parsons. Foto: epa/Yonhap
Der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), Andrew Parsons. Foto: epa/Yonhap

BONN: IPC-Präsident Andrew Parsons hat keine große Angst mehr vor einer Absage der am Sonntag in 100 Tagen beginnenden Paralympics in Tokio. «Niemand kann behaupten, dass er komplett ruhig ist. Aber ich bin positiv», sagte der Chef des Internationalen Paralympischen Komitees der Deutschen Presse-Agentur: «Stand heute bin ich sicher, dass die Spiele stattfinden können. Auch, wenn die Pandemie uns immer überraschen kann.»

Für den Fall einer Austragung seien alle Maßnahmen für sichere Spiele getroffen worden. Erfreut nahm er in diesem Zusammenhang die Impf-Kampagne für Sportler in vielen Ländern auf. «Wir gehen davon aus, dass etwa 60 Prozent der Athleten geimpft sein werden», sagte der Brasilianer.

Die Entscheidung der Japaner, nur einheimische Zuschauer zuzulassen, «respektieren wir», sagte Parsons. Eine Austragung vor leeren Rängen fürchte er derzeit nicht, «aber wenn wir es tun müssten, um die Athleten und die Zuschauer zu schützen, müssten wir auch das akzeptieren». Die Sportler hätten viele Fragen im Vorfeld, «aber ich habe noch niemanden getroffen hat, der erklärte, er wolle aus Angst nicht teilnehmen», berichtete der Präsident.

Dass die Tokio-Spiele und Winter-Paralympics im März 2022 in Peking innerhalb von nur etwa einem halben Jahr steigen werden, betrachtet Parsons aus unterschiedlichen Blickwinkeln. «Es ist schwer, das mit unserem nicht so großen Team zu organisieren. Aber auf der anderen Seite helfen zwei Spiele in einem solch kurzen Zeitraum, unsere Message nachhaltig zu übermitteln.»

Parsons erwartet, dass die Spiele in China noch von Corona beeinflusst sein werden, aber nicht mehr so stark. «Ich denke, es wird im März nicht vorbei sein», sagte er: «Durch Impfungen werden wir hoffentlich in einer anderen Situation sein. Aber Masken, Tests und Social Distancing werden weiter dazugehören.»

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