Investoreninteresse am Kreuzfahrthafen

Kreuzfahrtschiff vor Koh Samui. Foto: Lev/Adobe Stock
Kreuzfahrtschiff vor Koh Samui. Foto: Lev/Adobe Stock

KOH SAMUI: Ausländische und einheimische Investoren haben großes Interesse an dem geplanten neuen Kreuzfahrtterminal auf Koh Samui gezeigt, wie der stellvertretende Verkehrsminister Manaporn Charoensri am Dienstag (21. Mai 2024) mitteilte. Dieses Projekt soll die touristische Infrastruktur der beliebten Ferieninsel in der Provinz Surat Thani erheblich verbessern.

Laut Manaporn wird das Verkehrsministerium zunächst die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie über das Investitionsmodell der öffentlich-privaten Partnerschaft (PPP) prüfen, bevor es dem Kabinett zur Genehmigung vorgelegt wird. Diese Studie und der dazugehörige Analysebericht wurden von der Marineabteilung durchgeführt. „Nach Prüfung der Ergebnisse wird das Ministerium das Projekt dem Nationalen Rat für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (NESDC) zur weiteren Überprüfung vorschlagen“, erklärte Manaporn. „Das Kabinett dürfte es bis September genehmigen, sodass das Verfahren zur Auswahl privater Partner beginnen kann.“

Nach der Genehmigung steht eine umfassende Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeitsprüfung (EHIA) an, die voraussichtlich 18 Monate dauern wird. Der Baubeginn des Terminals ist für 2029 geplant, mit einer geplanten Inbetriebnahme bis 2031.

In einer ersten Marktsondierung hätten sich bereits mindestens drei private Investoren interessiert gezeigt, so Manaporn weiter. Dazu gehören zwei inländische Unternehmen: Die Privatfluggesellschaft Bangkok Airways Plc (BA), die derzeit den Flughafen Samui betreibt, und eine Unternehmensgruppe aus Phuket sowie Koh Samui. Ein weiterer potenzieller Investor ist ein japanisches Reedereiunternehmen.

Die PPP-Studie identifizierte ein 47-Rai-Grundstück in der Nähe von Laem Hin Khom im Tambon Taling Ngam als idealen Standort für das Kreuzfahrtterminal. Das Gebiet umfasst 15 Rai Land an Land, von denen 10 Rai dem Forstministerium gehören. Erfolgreiche Verhandlungen über die Nutzung dieses Landes seien bereits abgeschlossen, so Manaporn. Die restlichen fünf Hektar sind im Privatbesitz und könnten durch Enteignung oder Verhandlungen über eine PPP-Investition erworben werden.

Für den Offshore-Bereich, der sich über 32 Rai erstreckt, ist der Bau einer Hängebrücke geplant, die das Passagierterminal mit einem Touristenzentrum und einem Servicegebäude verbinden wird.

Das Projekt wird voraussichtlich rund 12,17 Milliarden Baht kosten und umfasst einen 7.200 Quadratmeter großen Passagierterminal mit einer Kapazität von 1.200 Passagieren pro Stunde. Zudem wird das Kreuzfahrtterminal in der Lage sein, zwei Kreuzfahrtschiffe mit jeweils bis zu 4.000 Passagieren gleichzeitig oder 120 Kreuzfahrten pro Jahr aufzunehmen. Der neue Terminal wird auch 80 Yachten und sechs Fähren gleichzeitig aufnehmen können.

Manaporn betonte, dass Touristen auf Kreuzfahrten rund 5.000 Baht pro Person ausgeben werden, wenn sie im Land sind. Die Gesamteinnahmen aus dem Projekt werden auf 8,5 Milliarden Baht geschätzt.

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Guenter Scharf 23.05.24 12:05
"Einfache" Landenteignungen in Thailand?
@Ingo Kerp, 22.05.24, 13.30: Wenn für Infrastrukturmassnahmen Land benötigt wird, das sich in Privatbesitz befindet und die Besitzer*innen es nicht verkaufen wollen, muss es halt zu Enteignung kommen.
Dass das auch in Thailand nicht immer ganz einfach ist, haben Landenteignungen für Straßenbauprojekt/Autobahnen in verschiedenen Provinzen gezeigt. Oft gab es Bauverzögerungen und immer wurden Entschädigungen für die Enteignungen gezahlt.
Ingo Kerp 22.05.24 13:30
Wer groß denkt, muß auch groß planen. Wer im Weg steht, der wird einfach enteignet und verliert seinen Landbesitz Ob dann nach einer evtl. Fertigstellung im Jahr 2031 der Kreuzfahrtboom noch anhält und Koh Samui noch interessant ist, weiß heute keiner. Da hilft nur Daumen drücken.