Interpol soll den Red-Bull-Erben suchen

Vorayuth „Boss“ Yoovidhya. Foto: The Nation
Vorayuth „Boss“ Yoovidhya. Foto: The Nation

BANGKOK: Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha hat die Behörden angewiesen, Interpol um Unterstützung bei der Festnahme des Red-Bull-Erbens zu bitten.

Interpol soll eine Rote Mitteilung für Vorayuth „Boss“ Yoovidhya herauszugeben, damit dieser vorläufig festgenommen und bis zur Auslieferung nach Thailand festgehalten werden kann. In Thailand soll er sich zur Anklage in einem acht Jahre alten tödlichen Fall von Fahrerflucht vor Gericht verantworten.

Der Premierminister sagte weiter, dass die mit dem Fall betrauten Staatsanwälte beschlossen hätten, den Flüchtigen wegen rücksichtslosen Fahrens, das den Tod eines Polizeibeamten verursacht hatte, und wegen illegalen Drogenkonsums anzuklagen. Interpol wird seine Mitgliedsländer auf die Rote Notiz aufmerksam machen.

Das Büro des Generalstaatsanwalts (OAG) hatte vor Monaten beschlossen, alle Anklagepunkte fallen zu lassen, nachdem es neue Beweise von der Polizei erhalten hatte. Danach sollte Vorayuth zum Zeitpunkt des Unfalls nicht, wie ein forensischer Experte der Polizei behauptete, seinen Ferrari mit 177 km/h gesteuert haben, sondern unter der Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h. Die Polizei focht die damalige Entscheidung des OAG nicht an, was in der Öffentlichkeit zu massiver Kritik führte. Ein Ausschuss stellte später fest, dass die beiden Strafverfolgungsbehörden den Fall falsch behandelt hatten, und ordnete die Wiederaufnahme des Verfahrens an.

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