Ungarns Gesetz über homo- und transsexuelle Inhalte

Der ungarische Präsident Janos Ader hält seine Rede während der Feierlichkeiten zum wichtigsten Nationalfeiertag des Landes vor dem Parlament in Budapest. Foto: epa/Zoltan Mathe
Der ungarische Präsident Janos Ader hält seine Rede während der Feierlichkeiten zum wichtigsten Nationalfeiertag des Landes vor dem Parlament in Budapest. Foto: epa/Zoltan Mathe

BUDAPEST: Das umstrittene ungarische Gesetz, das homo- und transsexuelle Inhalte von Minderjährigen fernhalten soll, wurde am 15. Juni vom Parlament beschlossen. Staatspräsident Janos Ader muss es noch mit seiner Unterschrift in Kraft setzen. Wichtige Punkte:

- Verboten sind Bücher, Filme und andere Medien, die Kindern und Jugendlichen zugänglich sind und in denen eine Sexualität dargestellt oder propagiert wird, die von der heterosexuellen abweicht. Dasselbe gilt für die Darstellung oder Aufklärung zu Geschlechtsumwandlungen.

- Verboten ist jede öffentliche Werbung, die Homo- und Transsexualität oder Geschlechtsumwandlungen darstellt oder propagiert.

- Aufklärungs- und Sensibilisierungsprogramme in den Schulen dürfen nur mehr noch von Zivilorganisationen durchgeführt werden, die dafür eine Zulassung von Regierungsstellen haben.

- Darüber hinaus erhöht das Gesetz die Strafmaße für Straftaten im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt gegen Minderjährige.

- Das Gesetz sieht außerdem die Schaffung eines sogenannten «Pädophilen-Registers» vor. Eltern sollen auf individueller Basis darin Einsicht nehmen können, um festzustellen, ob in ihrer Nachbarschaft jemand lebt, der einmal wegen sexualisierter Gewalt gegen Minderjährige verurteilt wurde.

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werner mueller 26.06.21 17:40
Es ist nie dasselbe, wenn 2 das Gleiche tun....
Wie ist denn dann mit der Unterdrückung der Menschenrechte von Muslimas in Deutschland und Europa und den verbrecherischen Intimverletzungen deren Kinder. Die EU wäre gut beraten solche Missstände zuerst einmal zu beenden und dann darf man auch auf die eigenen Mitglieder los....
Marco 24.06.21 14:23
Es wird Zeit fuer die EU endlich gesetzliche Voraussetzungen zu schaffen, Mitgliedslaender auch wieder loszuwerden, die nur wegen des Subventionsgeldes in der Gemeinschaft sind und die die humanistischen und demokratischen Beitrittsregeln der EU nur unterschrieben haben um sie wie die vielzitierte Demokratie- Strassenbahn Erdogans zu verwenden : aufspringen, mitfahren und am persoenlichen Ziel schnell wieder abspringen.Wobei man waehrend der Fahrt moeglichst vielen alten Damen das Portemonnaie aus der Einkaufstasche geklaut hat und rumgepoebelt. Allein dieser Moechtegern-Fuehrer Orban lacht uns alle aus, ist korrupt, fascistoid und weiss sehr genau wie weit er provozieren kann ohne auf Subventionen verzichten zu muessen , die allesamt nicht den Ungarn sondern Orban und seinen schwarzbraunen Kumpels zugute kommen. Die EU ist in der Vergangenheit aus Machtpolitischen und Blockpolitischen Erwaegungen zu schnell und zu wahllos groesser geworden als sie verkraftet, unfaehig mehr als "Wischiwaschi" Entscheidungen zu treffen und konnte sich noch nicht einmal zu einer gemeinsamen Verfassung durchringen. Es ist ein Kraemerklub geworden wo das geld alles andere zugrunde richtet und die Grundwerte Lippenbekenntnisse sind mit denen Flintenuschi sich gerne fotografieren und reden hoeren laesst. Spaetestens seit der Euro- und Griechenlandkrise steht die EU auf extrem wacklingen Fuessen und wird zerbrechen wenn sie sich nicht endlich zu Rueckrad und klarer Kante bekennt.