Indiens Premier Modi will Beziehung mit Nordeuropäern ausbauen

Indiens Premierminister besucht Dänemark. Foto: epa/Philip Davali
Indiens Premierminister besucht Dänemark. Foto: epa/Philip Davali

KOPENHAGEN: Indiens Premierminister Narendra Modi will die Beziehungen seines Landes mit Skandinavien stärken. Gespräche dazu bei einem indisch-nordischen Mini-Gipfel in Kopenhagen seien sehr produktiv gewesen, teilte Modi am Mittwoch nach einem Treffen mit den Ministerpräsidentinnen aus Schweden, Finnland und Island, Magdalena Andersson, Sanna Marin und Katrín Jakobsdóttir, sowie dem norwegischen Regierungschef Jonas Gahr Støre auf Twitter mit.

Der Gipfel habe eine großartige Plattform geboten, um Wege zu diskutieren, wie man die Kontakte stärken könne, schrieb der 71-Jährige. Er freue sich darauf, mit den nordeuropäischen Spitzen in verschiedenen Bereichen zusammenzuarbeiten, um den Wohlstand zu fördern.

Die bilaterale Kooperation mit Indien wachse immer weiter, teilte Andersson im Anschluss auf Twitter mit. Es gebe viel Potenzial unter anderem bei der Innovation, in Gesundheitsfragen und bei der Umstellung der Industrie. Auch die globalen Folgen von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine seien bei den Beratungen zur Sprache gekommen. Derzeit versuchen mehrere westliche Politiker Indien zu überzeugen, etwas von Russland wegzurücken. Indien hat zum Ukraine-Krieg eine neutrale Haltung eingenommen und trägt westliche Sanktionen nicht mit.

Neben dem Treffen mit Modi kamen die Nordeuropäer auch gesondert zusammen. Wie Marin nach einem Treffen mit Støre und der dänischen Ministerpräsidentin und Gastgeberin Mette Frederiksen mitteilte, ging es bei den Gesprächen vor allem um den russischen Einmarsch in die Ukraine und die dadurch veränderte Sicherheitslage in Europa.

Finnland diskutiert angesichts des Ukraine-Kriegs derzeit ebenso wie das benachbarte Schweden intensiv über eine mögliche Nato-Mitgliedschaft. Zumindest im finnischen Fall könnte dazu bereits Mitte Mai einen Beschluss fallen.

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