In Nan steht das Wasser drei Meter hoch

Foto: epa/ Thai PBS
Foto: epa/ Thai PBS

THAILAND: Die Hochwassersituation ist in der nördlichen Provinz Nan weiterhin kritisch.

Der tropische Sturm „Bebinca“ hat tagelange, anhaltende Niederschläge gebracht und drei Bezirke einschließlich der Stadt auf beiden Seiten des Flusses Nan unter Wasser gesetzt. Ein Durchbruch in der Flutmauer wurde notdürftig mit 500 Sandsäcken geschlossen, dennoch flutet das Wasser weiter in die Stadt. Im Bezirk Phu Phiang steht das Wasser zwei bis drei Meter hoch, Bewohner in überfluteten Dörfern sind ohne Nahrung und Trinkwasser. Im Bezirk Tha Wang Pha sind 600 Haushalte seit Samstagnacht ohne Strom. Soldaten liefern den Flutopfern mit Booten Nahrungsmittel, Trinkwasser und Medikamente.

Hochwasser sowie überfluteten Häuser und Straßen werden weiter aus Lampang, Chiang Mai, Chiang Rai und Nong Khai gemeldet. Mehr als 30 Resorts stromabwärts des Staudamms Kaeng Krachan in der Provinz Phetchaburi wurden wegen schwerer Überschwemmungen vorübergehend geschlossen. Der Staudamm weist jetzt 750 Millionen Kubikmeter auf, die volle Kapazität von 710 Millionen Kubikmetern wurde längst erreicht. Randvoll ist ebenfalls die Talsperre Vajiralongkorn in der Provinz Kanchanaburi. Deshalb muss der Betreiber in den nächsten Tagen erheblich mehr Wasser ableiten, bis zu täglich 53 Millionen Kubikmeter. Dadurch steigt die Gefahr von Hochwasser unterhalb des Staudamms.

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Thomas Thoenes 19.08.18 23:09
Das schlimme an dieser Situation für die
Anwohner finde ich, dass mehr Berichte über Strände die Sterne verliehen bekommen usw. veröffentlicht werden, als das für diese Notstandsgebiete Spenden- und Hilfeaufrufe gestartet werden. Hier wird Hilfe gebraucht Frau Merkel und Co. und nicht Taxifahrten zum Arzt für Wirtschaftsflüchtlinge aus Nordafrika. Hier wäre meine Jahrzehnte lange Steuer aus Deutschland gut investiert.