Im Vorjahr 18,4 Tonnen „Ice“ beschlagnahmt

Foto: Thethaiger
Foto: Thethaiger

BANGKOK: Trotz der zunehmenden Erfolgsmeldungen von Polizei und Armee im Kampf gegen Rauschgift bleibt der überwiegende Teil der in Labors in Myanmar hergestellten Drogen unentdeckt.

Die Beschlagnahme von hochreinem Crystal Meth im Norden Thailands hat erheblich zugenommen. Sie stieg nach Angaben der Behörden in den letzten zwei Jahren um 1.000 Prozent – ein deutlicher Hinweis auf das Wachstum der industriellen Drogenproduktion im benachbarten Myanmar. Das Büro des Narcotics Control Board meldet für das vergangene Jahr in Thailand die Beschlagnahme von etwa 18,4 Tonnen Crystal Meth oder „Ice“. In 2016 waren es erst 1,6 Tonnen und im Jahr 2017 rund 5,2 Tonnen gewesen, berichtet „The Thaiger“.

Thailand ist nach wie vor ein wichtiger Handelsweg für die künstliche Droge, die in den Bundesstaaten Shan und Kachin in Myanmar hergestellt wird. Die nordöstlichen Bundesstaaten grenzen an China, Laos und Thailand. Laut der Polizei arbeiten kriminelle Banden mit lokalen regierungsnahen Milizen und bewaffneten Rebellen zusammen. Sie richten Superlabors ein und planen den Transport jenseits der Grenzen. Fachchemiker und „Köche“ kommen aus Taiwan und China, um die Meth-Labore in Myanmar zu betreiben, während die Zutaten und die Laborausrüstung hauptsächlich aus China stammen. Methamphetamintabletten (Yaba) sind billig und beliebt bei Arbeitern und in der Freizeitindustrie in ganz Südostasien. Der Preis für eine Yaba-Pille ist in den letzten fünf Jahren von rund 200 Baht auf 80 Baht gesunken.

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