Im Norden soll der Smog wieder zunehmen

Foto: The Nation
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CHIANG MAI: Die Luftverschmutzung im Norden wird voraussichtlich zunehmen, weil in mehreren Provinzen das Verbot der Verbrennung im Freien endet.

Sowohl Wissenschaftler als auch Behörden warnen die Menschen, sich auf eine neue Welle von gefährlichem Dunst einzustellen. Währenddessen versichert das regionale Umweltamt 1 (Chiang Mai), es seien Maßnahmen geplant, das Verbrennen im Freien zu begrenzen. Somporn Chantara, Dozentin an der Fakultät für Naturwissenschaften der Universität Chiang Mai, sagte, die letzten Jahre hätten gezeigt, dass die Zahl der Gefahrenherde in den neun nördlichen Provinzen nach dem Ende des Verbrennungsverbots stark ansteigen und feine Partikel die Luft verschmutzen würden. Die Smog-Saison könnte länger und härter ausfallen, weil die Sommerstürme während Songkran die Situation nicht wie erhofft gelindert hätten, zitiert die „Nation“ Somporn.

Der Direktor des regionalen Umweltamtes 1 (Chiang Mai), Rapeesak Malairungsakul, erklärte, die rasante Zunahme der Gefahrenherde und der sich zuspitzende Smog sei ein regelmäßiges Problem geworden, da viele Menschen gleichzeitig ihre Felder abbrennen würden – sobald das Verbot ausgelaufen sei. Um dieses Problem zu mildern, hätten einige Provinzen, wie zum Beispiel Chiang Mai, lokale Vorschriften erlassen, um das Verbrennen zu kontrollieren.

Inzwischen ist das Verbot in sechs Provinzen abgelaufen - in Tak, Lampang, Nan, Phayao, Chiang Rai und Phrae. Das Verbot endet am Freitag in Lamphun und Chiang Mai sowie am 30. April in Mae Hong Son.

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Leserkommentare

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Hansruedi Bütler 20.04.18 17:08
20. April - Feuer frei
Nun kann wieder voll gezeuselt werden. Nur wird neben privatem Abfall auch der Wald erneut mit abgebrannt! Heute brannte es an drei unzugaenglichen Stellen, damit ja kein Loeschversuch ausgefuehrt werden kann. Braucht eventuell Kon Thai druebe Luft, damit er nicht alles sieht - oder sind die erhoeten Preise fuer Raucherwaren - die eigentlichen Beweggruende?
Kurt Wurst 20.04.18 10:40
@ Peter Post - Handlungsbedarf der Regierung
Der Handlungsbedarf heißt Thailand 4.0
Oliver Harms 20.04.18 10:38
war in deutschland auch mal so.
die stoppelfelder werden abgebrannt und dann umgeflügt.die asche ist ein natürlicher dünger für den boden.das war in deutschland noch in den 1990ger jahren ein ganz normaler vorgang in der landwirtschaft.inzwischen wurde es wegen dem feinstaub verboten. natürlch müßte es auch in thailand ganzjährlich verboten werden.aber es dauert halt alles seine zeit. e zigaretten/verdampfer sind also unschädlich?war jetzt ein scherz oder?ölige dämpfe mit chemischen geschmäckern der verschiedensten arten dem öl zugesätzt und mit weiteren chemischen stoffen zu einer flüssigen einheit verbunden.....also die feuerwehr legt in solchen fällen bei bränden atemschutz an.
Peter Post 19.04.18 23:38
Die Krankenhäuser werden überlaufen
mit Atemwegsbeschwerden und allergischem Asthma, aber die Regierung bleibt untätig. Täglich ist die Luft verpested und die zumeist großen Russpartikel legen sich aufs gesamte Land, verunreinigen jeden Winkel und sogar die Wäsche in der Waschmaschine, aber die Regierung sieht keinen Handlungsbedarf. Die meisten Einheimischen wissen gar nicht dass sie allergische Probleme damit haben, sich schwach und krank fühlen wie bei einer Grippe, und sich demgemäß benehmen. Ich konnte nur mit täglicher Allergietablette dort bestehen, sonst wäre das gar nicht möglich gewesen.
Michael Ludwig 19.04.18 21:31
So, ist der Hebel nicht anzusetzen, Herr Boerner. Viel mehr stellt sich die Frage, warum wird das Verbrennen nicht GANZJÄHRIG unter Strafe gestellt? Sondern zum Beispiel das Rauchen von unschädlichen E-Zigaretten... Das ist der Witz !