IG Metall erfreut über Hastor-Ausstieg bei Grammer

Foto: epa/Focke Strangmann
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AMBERG (dpa) - Die IG Metall hat den Ausstieg der Investorenfamilie Hastor beim bayerischen Autozulieferer Grammer begrüßt.

Der Amberger IG-Metall-Chef und stellvertretende Grammer-Aufsichtsratschef Horst Ott sagte am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur: «Das ist positiv.» Mit dem chinesischen Autozulieferer Jifeng als neuem Großaktionär komme Grammer jetzt in ruhigeres Fahrwasser. Er habe Standort- und Beschäftigungsgarantien gegeben.

Wie viele Grammer-Aktionäre Jifengs Übernahmeangebot bis zum Ablauf der Frist angenommen haben, wollte das Unternehmen noch an diesem Donnerstag mitteilen. Die Familie Hastor hatte zuletzt 19 Prozent der Anteile gehalten. Ihre Investmentfirma Cascade teilte am Mittwochabend mit, sie steige aus.

Die Hastors waren Anfang 2016 bei Grammer eingestiegen und versuchten, Vorstand und Aufsichtsrat neu zu besetzen. Das scheiterte aber am geschlossenen Widerstand der anderen Aktionäre, der Arbeitnehmer und der Politik. Die Hastors lagen auch mit den beiden wichtigsten Grammer-Kunden VW und Daimler über Kreuz. Hastor-Zulieferfirmen hatten 2016 die Bänder in Wolfsburg und anderen Werken vorübergehend stillgelegt.

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