«Ich bin zurück!»

Trump meldet sich bei Facebook zu Wort

Ein Facebook-Logo an einer Ausstellung in Paris. Foto: epa/Franck Robichon
Ein Facebook-Logo an einer Ausstellung in Paris. Foto: epa/Franck Robichon

WASHINGTON: Donald Trump will 2024 wieder ins Weiße Haus einziehen. Für den Wahlkampf kann er mehr Online-Reichweite gut gebrauchen. Bei seinem eigenen Twitter-Klon Truth Social hat Trump nur rund fünf Millionen Follower. Nun testet er die Rückkehr zum weltgrößten Online-Netzwerk.

Der frühere US-Präsident Donald Trump nutzt nach monatelanger Zurückhaltung doch wieder eine der großen Online-Plattformen. «Ich bin zurück!», schrieb Trump am Freitag bei Facebook zu einem kurzen Video-Clip, der ihn beim Wahlsieg 2016 zeigt. Das weltgrößte Online-Netzwerk hatte ihn Ende Januar - gut zwei Jahre nach der gewaltsamen Erstürmung des US-Kapitols durch seine Anhänger - wieder auf die Plattform gelassen. Trump zog es zunächst dennoch vor, seine Anhänger weiter über die eigene Twitter-Kopie Truth Social zu mobilisieren.

Auch am Freitag beließ er es auf Facebook zunächst bei dem knappen Lebenszeichen, während er bei Truth Social unter anderem Spendenaufrufe und Bilder von einer Demonstration seiner Anhänger am Trump Tower in New York verbreitete.

Trump will als Kandidat der Republikaner in die Präsidentenwahl 2024 ziehen und muss dafür den parteiinternen Vorwahlkampf gewinnen. Mehr Online-Reichweite käme ihm dafür gelegen. Bei Truth Social hat er knapp fünf Millionen Abonnenten, bei Facebook sind es 34 Millionen.

Trump wurde gegen Ende seiner Amtszeit bei großen Online-Plattformen gesperrt, nachdem seine Anhänger am 6. Januar 2021 den Sitz des US-Parlaments in Washington gestürmt hatten. Vor den beispiellosen Ereignissen hatte er seine Anhänger angestachelt mit der haltlosen Behauptung, er sei durch Betrug um den Sieg bei der Präsidentenwahl 2020 gebracht worden. In seinen Online-Botschaften vor und nach der Kapitol-Attacke zeigte er offen Sympathie für die Randalierer. Die Plattformbetreiber befürchteten, dass es neue Gewalt geben könnte, wenn Trump nicht verbannt wird.

Inzwischen hat Trump den Zugang zu allen großen Online-Diensten zurückbekommen, wo er noch immer Millionen Follower hat. Die Videoplattform Youtube hob die Beschränkungen für Trumps Account am Freitag auf. Bei Twitter war sein Account schon im Herbst auf Geheiß des neuen Besitzers Elon Musk wieder freigeschaltet worden. Der bislang letzte Tweet dort stammt jedoch weiterhin von Januar 2021. Vor und während seiner Amtszeit im Weißen Haus war Twitter das wichtigste Sprachrohr für Trump, dort hatte er bis zur Sperre mehr als 80 Millionen Follower und erreichte weltweite Aufmerksamkeit mit seinen Botschaften.

Der Facebook-Konzern Meta und die Video-Plattform Youtube betonen allerdings, dass für Trumps Account die gleichen Regeln gälten wie für andere auch. Bei Meta hieß es im Januar, bei Verstößen drohten ihm als Wiederholungstäter schärfere Strafen - er könne für einen Monat bis zwei Jahre gesperrt werden. Bei Truth Social lässt Trump immer wieder Äußerungen ab, die unter anderem Metas Regeln gegen Beleidigungen verletzen würden.

Der Facebook-Konzern hatte Trump zunächst bis auf Weiteres verbannt. Doch das unabhängige Aufsichtsgremium von Meta, das Entscheidungen zu Inhalten und Accounts auf den Prüfstand stellen kann, kam letztlich zu dem Schluss, dass eine unbefristete Sperre nicht von den Regeln der Plattform gedeckt sei. Es entschied, dass Trumps Accounts bei Facebook und Instagram zunächst nur für zwei Jahre blockiert werden dürften - und danach neu abgewogen werden müsse.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.

Leserkommentare

Vom 11. bis 21. April schließen wir über die Songkranfeiertage die Kommentarfunktion und wünschen allen Ihnen ein schönes Songkran-Festival.

michael von wob 19.03.23 04:00
@ Michael Figge
Braucht keiner ist falsch. Unser HRB und Q-Anon brauchen diesen Idi unbedingt !
michael von wob 19.03.23 03:50
@ Hermann Hunn
Stimmt, es ist kein Tippfehler. Die Rechtschreibung-Software versagt ? Die meisten Allwissenden hier wären ohne Wikipedia auch aufgeschmissen.
Hermann Hunn 19.03.23 00:00
@Jürgen Franke: Wer noch nicht einmal ...
Lesen Sie doch bitte Ihren äusserst wertvollen Beitrag vom 18.03.23 18h50.

Anschliessend können Sie hier im Forum weiter diskutieren, welcher Schreiberling so ungebildet ist, um das Wort „Format" korrekt in die Tastatur zu hämmern und demzufolge (grundsätzlich?) aus Ihrer Sicht als „zu blöde" qualifiziert werden kann.

Ich habe mich vor Zeiten auch echauffiert, aber ein Blick auf das Tastaturlayout (naheliegender Tippfehler) genügt mir heutzutage, um über solche Details hinweg zu sehen.
Michael Figge 18.03.23 23:22
Ich bin zurück
Ich mag diesen Irren auch nicht. Seine abstrusen Ideen waren ja schon Haarsträubend. Aber dass einzige was dieser Mensch nicht gemacht hat ist einen Krieg zu beginnen. Nur noch eine Amstzeit Trump braucht keiner.
Thomas Gittner 18.03.23 23:16
@Franke....
....ich lach mich schlapp, haste doch selber geschrieben um 18:50....
Norbert Schettler 18.03.23 20:00
Johann, 19:20
Ob Vormat oder Nachmat, mach dem Mann doch nicht solche Vorschläge.
Norbert Kurt Leupi 18.03.23 19:30
Sie sind noch da ...
Trump , Putin , Bolsanero , Lukaschenko , al Assad und Kim Jong-un , das halbe Dutzend ist erreicht , man könnte anfangen das " Familiengrab " für sie bereit zu stellen !
michael von wob 18.03.23 19:10
Die meisten Amis sind d.......
Diese Aussage sagt alles über das geistige Niveau des Verfassers. Und mit sowas müssen wir uns im Forum beschäftigen ? Schlimm was hier so sein Unwesen treibt !
Tim Beam 18.03.23 19:10
Für die Republikaner der Schock des Jahres
Am schlimmsten ist diese "Anmeldung" für die Republikaner. Sie stecken jetzt im Dilemma für die Wahl 2024. Falls sich wie gewünscht ein gemässigter Kandidat intern durchsetzt könnte Trump wild kandidieren und der Partei sehr viele Stimmen weg nehmen...
Jürgen Franke 18.03.23 18:50
Bedauerlicherweise ist es noch nicht
gelungen, für das eigentlich wichtige Amt in Amerika eine Person mit Vormat zu gewinnen.
Bernd Lange, Berlin 18.03.23 18:10
Aber die meisten Amis sind blöd
und das ist gefährlich!!
Urs Widmer 18.03.23 15:00
Oh wie schön war doch die Zeit ohne dauernde Meldungen zu diesem Clown.
Norbert Kurt Leupi 18.03.23 14:40
Leider , leider ...
stimmt der Spruch : " Unkraut verdirbt nicht " ! Sogar der Frost schadet dem Unkraut nicht !
Ingo Kerp 18.03.23 13:10
"Ich bin zurück", das ist die schlechte Nachricht zu diesem Wochenende.