Ich bin anderer Meinung!

Ein Leser übt Kritik an der Kolumne „Mit spitzer Feder – Husten, Schnupfen, Heiserkeit“ (FA11/2018):

Sehr geehrter Herr Verfasser der Kolumne, der sich hinter dem Kürzel C.-F. versteckt. Dem FARANG-Leser dürfte ja inzwischen bekannt sein, dass sie gerne den Moralapostel spielen, mit erhobenem Zeigefinger durchs Land ziehen und auch wie auch schon in der Vergangenheit die Politik der jetzigen Regierung unter unserer Super-Kanzlerin Merkel verteidigen. Das ist ihre Sache!

Sie verurteilen einen Bekannten, den sie als miesen Nassauer der Gesellschaft bezeichnen, sich nicht mehr bei ihnen meldet, obwohl er vollkommen Recht hat. Ob er genauso wie Sie das Zitieren seinen 14-tägigen Urlaubs ihnen gegenüber begründet hat, bezweifle ich ohnehin.

Wenn sein Arzt die Krankschreibung wegen Grippe für angebracht hielt, bevor er andere Arbeitskollegen infiziert, ist es nicht ihre Aufgabe, darüber zu urteilen. Wenn ein Arzt einem Asylanten ein Gefälligkeitsattest ausstellt und ihm Reiseunfähigkeit bescheinigt, damit er nicht ausgewiesen werden kann, ist das laut ihrer Gesinnung wohl in Ordnung!

Wer also seinem Nachbarn als Maurer beim Bau einer Garage behilflich ist und sich dabei etwas dazu verdient, ist also in ihren Augen ein korrupter Steuerbetrüger und sollte sich schämen? Wenn aber Millionen von Merkel ins Land geholte Scheinasylanten und Sozialschmarotzer die Sozialkassen plündern, ist das wohl normal, denn sie fügen unserem Land wohl keinen Schaden zu und die müssen sich natürlich auch nicht schämen.

Wenn Abgeordnete des Bundestages als „Sesselpfurzer“ nach zwei Legislaturperioden vom Wähler wegen Unfähigkeit aus ihrem Amt entfernt, bzw. abgewählt wurden, können sie mit 56 Jahren in Pension gehen, wogegen das „Dummvolk“ für deren Bezüge bis zu 70 Jahre arbeiten muss. Ein Blick in den Plenarsaal bei Bundestagssitzungen offenbart fast immer, dass die Mehrzahl der Parlamentarier durch Abwesenheit glänzt. Warum wohl? Weil sie einem lukrativen Nebenjob nachgehen, obendrein einem gut bezahlten.

Im Frühjahr dieses Jahres waren die etablierten Altparteien monatelang beschäftigt, eine stabile Regierung auf die Beine zu stellen. Was sie aber sofort vollbrachten war eine Diätenerhöhung, denn die Regierungsbildung war ja nur Nebensache. Sie reden von Korruption und Selbstbereicherung in Thailand und fragen sich nicht mal selbst, ob es bei uns nicht genauso ist?

Sie beklagen, dass Steuerhinterziehung zur Normalität geworden ist und fragen sich nicht, was denn eigentlich Großkonzerne mit Niederlassungen in Steueroasen anrichten? Glauben Sie tatsächlich, dass heute noch ein normaler Arbeiter Gewissensbisse bekommt, wenn er zu seinen Almosen, die man Mindestlohn nennt, noch etwas dazu verdienen kann und muss, damit es zum Überleben reicht?

Deshalb appelliere ich an Sie: Setzen sie ihre rosa Merkelbrille ab und gehen sie mit offenen Augen durchs Leben und ja: Ich beglückwünsche jeden, der die Möglichkeit hat, diesen Staat zu betrügen, weil es unsere Politiker uns ja schließlich vorleben. Dieser deutschfeindliche Staat unter Merkels Regierung hat nichts anderes verdient.

Dieter Schell Zahn

  • Lesen Sie auch die in Bezug stehende Kolumne: 

„Mit spitzer Feder – Husten, Schnupfen, Heiserkeit“

Die im Magazin veröffentlichten Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. DER FARANG behält sich darüber hinaus Sinn wahrende Kürzungen vor. Es werden nur Leserbriefe mit Namensnennung veröffentlicht!


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Leserkommentare

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Dietmar Horn 14.06.18 16:52
Herr mar rio
Bitte unterlassen Sie ihre dümmlichen Kommentare !!!!
Rudolf Lippert 13.06.18 10:14
mar rio 12.06.18 10:32 / Levi de Ruiter
Ich weiss nicht was am Beitrag von Levi de Ruiter schlecht gewesen sein soll, und was Ihren Anwurf rechtfertigt. Sie vermissen etwas Feingefühl darin, das mag sein. Levi de Ruiter schreibt klipp und klar worum es ihm geht. Er hat eben einen speziellen Schreibstil, überspitzt und etwas zynisch-ironisch. Man muss genau lesen, da der Text sehr komprimiert ist. Meiner Meinung nach ein klasse Wurf für einen kleinen Artikel. Er hat Ihnen dann ja auch geantwortet was "Sache" ist.
Levi de Ruiter 13.06.18 00:34
Herr mar rio 12.06.18 10:32 Schwache Einlassung
Normalerweise beantworte ich keine Unqualifizierten Erwiderungen von Realitätsverweigerern, aber wer den Unterschied zwischen Volksvermögen und Volkseigentum nicht kennt, ist von einer werthaltigen Diskussion eigentlich auszuschließen. Ich will es Ihnen aber erklären. Als Volksvermögen wird in der Volkswirtschaft das immerwährende und dauerhaft eingebrachte Wirtschaftskapital der Leistungserbringer eines Wirtschaftsraums deklariert, was in einer Demokratie als Beitrag zum Erhalt der Lebensgemeinschaft durch verschiedene Projekte, dem einzahlenden in seinem Wirtschaftsraum zugutekommen soll. Volkseigentum haben wir nur in Diktaturen verankert, da diese vorgeben das Eigentum der einzelnen Bevölkerungsmitglieder durch das Schaffen von Volkseigentum, das für den einzelnen jedoch unzugänglich ist. Wenn Sie in Zukunft dem versuch erliegen zu meinen Statements Geistreiches zu äußern, bitte ich Sie alles zu lesen was für Sie nicht einzuordnen ist oder auf Anhieb nicht verstanden wird, so lange kommentarlos zu lassen bis Sie geeignete Hilfe finden die Ihnen ermöglicht qualifiziert zu kommentieren.
Jürgen Franke 12.06.18 11:20
Ja selbstverständlich, Herr Raktin,
nach dem ich mich jedoch vorher entsprechend informiert habe. Diese Möglichkeiten sind in der heutigen Zeit glücklicherweise reichlich vorhanden, sie werden jedoch bedauerlicherweise nicht sehr häufig genutzt.
mar rio 12.06.18 10:32
@Levi de Ruiter 11.06.18 03:18
Volksvermögen? Selten so gelacht. Der Begriff Volkseigentum war Ihnen für Ihren kruden Beitrag wohl zu abgegriffen. Ich kann manchmal gar nicht glauben, was hier so alles den Weg in die Öffentlichkeit findet.