IAEA wartet noch immer auf Antworten zu Uran-Funden im Iran

Der Generalsekretär der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), Rafael Mariano Grossi. Foto: epa/Laurent Gillieron
Der Generalsekretär der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), Rafael Mariano Grossi. Foto: epa/Laurent Gillieron

DAVOS: Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hat über Probleme bei der Aufklärung ungelöster Fragen zum iranischen Atomprogramm berichtet. «Wir sind jetzt an einem sehr kritischen Punkt», sagte Generaldirektor Rafael Grossi am Mittwoch beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos.

Nach Funden von Uran-Partikeln abseits bekannter Nuklearanlagen im Iran versucht die IAEA in Wien seit Jahren herauszufinden, ob diese Spuren von geheimgehaltenen Atomprojekten und -vorräten herrühren. Im März hatte sich die Organisation mit dem Iran auf einen Fahrplan geeinigt, wonach Teheran rasch Erklärungen liefern sollte. Laut der Vereinbarung sollte Grossi dazu spätestens nächste Woche einen Bericht vorlegen. Bis dahin hoffe er, «wenigstens den Beginn einer glaubwürdigen Antwort zu diesen Fragen» zu erhalten, sagte Grossi in der Schweiz.

Die Gespräche zwischen IAEA und Iran laufen parallel zu den derzeit festgefahrenen diplomatischen Verhandlungen über die Wiederherstellung des Atomabkommens mit dem Iran aus dem Jahr 2015. Während neuerliche Beschränkungen des iranischen Atomprogramms und das Ende von US-Sanktionen bereits weitgehend ausverhandelt sind, steht eine Einigung über die Forderung Teherans, auch Sanktionen gegen die Iranischen Revolutionsgarden aufzuheben, weiter aus.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.