Schlechte Nachricht für den Tourismus

Foto: Pixabay/Oleg Ilyushin
Foto: Pixabay/Oleg Ilyushin

PALMA/IBIZA: Die Leiterin eines großen Hotels auf Ibiza, Alicia Reina, sieht schwere Zeiten auf die Tourismusbranche zukommen, sollte Deutschland den Corona-Hotspot Spanien als Hochinzidenzgebiet einstufen. «Wenn sich das bewahrheitet, wäre es keine gute Nachricht», sagte die Präsidentin des Verbandes der Hoteldirektoren auf den Balearen (AEDH) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die Tourismusbranche setze aber auf die Impfkampagne, die gut vorankomme.

«Die Daten werden sich hoffentlich bald zum Besseren ändern, während Spanien hart daran arbeitet, die notwendigen Maßnahmen zur Umkehr der Entwicklung umzusetzen», sagte Reina. Man müsse wohl lernen, mit dem Virus zu leben, und dabei vor allem die Lage in den Krankenhäusern und dort auf den Intensivstationen im Blick behalten.

Eine drohende «Vollkatastrophe» sieht die deutsche Sängerin Isabel Buder-Gülck, die auf Mallorca als Isi Glück regelmäßig im Mega-Park an der Partymeile «Ballermann» auftrat. «Wir waren auf einem guten Weg und nun werden viele wieder stornieren», sagte sie dpa. «Das ist ein herber Rückschlag für die Hoteliers und Gastronomen, die eigentlich nichts dafür können».

Eine Entscheidung der Bundesregierung über die Einstufung Spaniens als Hochinzidenzgebiet lag zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht vor. Angesichts der hohen Corona-Zahlen wäre eine solche Entscheidung aber gerechtfertigt, meinte Buder-Gülck. «Ich bin durchgeimpft und habe keine Angst vor einer Ansteckung», fügte die frühere Miss Germany hinzu.

Seit Ende Juni sind die Corona-Zahlen praktisch überall in Spanien rapide in die Höhe geschossen. Das Land hat mit die schlechtesten Werte in ganz Europa. Binnen eines Monats wurden rund 475.000 Neuinfektionen gezählt, die Sieben-Tagen-Inzidenz stieg von 42 im Juni auf jetzt 333, weit über der Marke von 200, ab der Deutschland ein Land zum Hochinzidenzgebiet erklären kann. Auf Mallorca lag der Wert zuletzt sogar bei 365.

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Norbert Kurt Leupi 24.07.21 13:20
Wenn nicht nach...
Spanien , dann halt nach Italien ! Heute stehen vorallem Deutsche und Holländer in einer 14 Kilometer langen Schlange vor dem Gotthardtunnel , was eine Wartezeit um 2 1/2 Std. ausmacht ! Aber solange man als Erster im Stau steht , ist das alles nicht so schlimm ?????
Urs Widmer 24.07.21 13:10
Auf den Beginn der Sommerferien hin wurde aus wirtschaftlichen Gründen alles geöffnet und gefeiert, als ob es kein Morgen gäbe. Mit den logischen Konsequenzen muss nun Mallorca leben. Aber leider auch andere Länder, in welche Touristen die Viren bei ihrer Rückkehr importierten. Traurige Geschichte.
Hans-Gerd Englich 24.07.21 13:00
Schlechte Nachrichten....
Schon passiert!
Ich als Allzeit Optimist, wage nun doch am Verstand einer wesentlich groesseren Menge Menschen als zuvor zu zweifeln.
Haben die alle so ein beschi..e..es Zuhause, dass sie nicht mal ohne Reisen auskommen?
Das Urlaubsgeld in gutes Essen investieren, gemeinsam so tenovieren wies immer schon sein sollte, stundenlang spazierengehen Die Buecher lesen, die ueber die Zeit liegengeblieben sind....
Was müss dass fuer traurige Verhaeltnisse sein, wenn man einfach nur weg will?
Andy 23.07.21 21:10
Schlechte Nachrichten
Für meinen Geschmack, hat Mallorca viel zu früh geöffnet, und dann gleich Party. Das hat man dann davon. In meiner Heimatstadt hatte letzte Woche eine Mallorca Rückkehrerin 32 der 120 Club Besucher infiziert.