Hotelbuchungen von Chinesen brechen massiv ein

Foto: The Thaiger
Foto: The Thaiger

PHUKET: Bis zu 90 Prozent der Hotelbuchungen sind von Chinesen auf der Ferieninsel als Folge der Schiffskatastrophe der „Phoenix“ mit 47 Toten storniert worden.

Nach Angaben von Kongkiat Khuphongsakorn, dem Präsidenten der südlichen Hotelvereinigung, wurden rund 7.300 Zimmer in 19 Hotels gecancelt. Bei einem Übernachtungspreis von 1.000 Baht sei das ein Einnahmeausfall von rund sieben Millionen Baht. Im Bezirk Patong meldeten die Hoteliers Stornierungen von 80 bis 90 Prozent, in anderen Teilen der Provinz seien es 50 Prozent. Nicht nur Chinesen, auch Urlauber aus anderen Ländern hätten ihre Hotelbuchungen zurückgenommen. Und neben den Hotels würden Betreiber von Tourbussen, Tourbooten und Geschäften jetzt erheblich weniger einnehmen. Chinesen gäben während ihres Aufenthaltes etwa 20.000 Baht aus. Kongkiat glaubt, dass die Schiffskatastrophe sich nicht länger als drei Monate negativ auf den Tourismus der Ferieninsel auswirken werde.

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Leserkommentare

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Roland Studer 16.07.18 14:11
Hotelbuchungen von Chinesen brechen massiv ein
Die gesamte thailändische Hotelindustrie beschwert sich, dass aufgrund des Konkurrenzkampfes die Preise nicht erhöht werden können und was lese ich da, Bath 1000.- sind für die Chinesen pro Uebernachtung kalkuliert und das meist auch noch im hohen Preissegment. Was sind denn da die normalen Urlauber für Idioten, die 2-3000 Bath für das gleiche bezahlen. Dass das ganze Chinesengetümmel finanziell nur einigen Wenigen was bringt, ist längst klar. Thailand würde besser auf echte Qualität setzen und nicht auf Massentourismus mit den dreckigen Stränden und Abfallproblemen.
Rene Amiguet 16.07.18 12:35
Tourismus Rückgang
Bravo
Jürgen Franke 16.07.18 09:23
Es ist davon auszugehen, dass in drei
Monaten alles vergessen sein wird. Ab dann wird wieder verstärkt geworben
Thomas Thoenes 16.07.18 09:21
Das sich die Geschichte nur
3 Monate negativ auswirkt sehe ich nicht so. Die meisten Stornierungen werden ja eher Umbuchungen zu anderen Zielen wie Kambodscha, Vietnam oder Myanmar sein. Dort werden die Urlauber sehen, das auch "andere Mütter schöne Töchter haben". Saubere Straßen und Strände, neue saubere Hotels, günstigere Preise und weniger Abzocke. Da glaub ich kaum, das diese Urlauber im nächsten Jahr bzw. bei ihrem nächsten Urlaub wieder nach Thailand wechseln. Sihanoukville in Kambodscha ist schon jetzt Anlaufziel Nummer 1 für Chinesen geworden. Die meisten neuen Restaurants und Hotels sind von vornherein chinesisch ausgerichtet und werden von Chinesen betrieben. Also die Kommunikation zwischen Urlaubern und Personal kein Problem. Die wenigsten Chinesen sprechen englisch und werden sehr erfreut sein sich direkt ohne Übersetzer mit dem Personal unterhalten zu können. Qualitätsstandard, Essen und Trinken sind größtenteils angepasst und nicht zuletzt sind Spielkasinos erlaubt und in großer Zahl vorhanden. Was Mallorca für den Deutschen ist, wird Sihanoukville für die Chinesen. Für die Natur Phukets ist es natürlich ein Segen, aber für die Bevölkerung die auf Tourismus ausgerichtet ist wohl eher ein Fluch. Bleibt nur zu hoffen das die vor der Katastrophe schon im Übermaß vorhanden Taxis, Tourveranstalter usw. nicht den selben fatalen Fehler wie auf Koh Samui begehen und das Touristenloch durch höhere Preise und Abzocke versuchen zu stopfen.
Thomas 16.07.18 05:08
Man kann die Schuld auf andere ...
schieben wollen (Billig Tour Anbieter) aber das Unglück geschah in Thailand dort Phuket, welches durch eigentlich schon vorher gekannte Regularien (Auslaufstopp , Kontrollen der Anbieter) verhindert hätte können. Es trifft letztlich also auch die richtigen. - - - Das auch andere Urlauber durch die teils konfuse Berichte auch stornieren ist immer so, sehe ich hier aber als nicht relevant. Der gesunde Menschenverstand der Urlauber jedenfalls ist es weniger, da die Sturmwarnung wohl nur den Akteuren vor Ort bekannt sein dürfte, weniger den Massentouristen - die, bei evtl. Verspätung des Sturm evtl. noch heil heim gekommen wären, aber zugegeben vor Ort wohl auch nicht hören und auf die Tour verzichten wollten.